45 Jahre Haunted Mansion – 999 Happy Haunts feiern Geburtstag

Welcome, foolish mortals…

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Die Haunted Mansion wurde gestern 45 Jahre alt!

… zu diesem Artikel! Mit dieser legendären Begrüßung beginnt ebenso wie die Attraktion, um welche es sich hier dreht, unser hiesiger Artikel, der ganz im Zeichen des 45. Geburtstags des Disney-Klassikers Haunted Mansion steht. Doch anstatt viel Geschwafel werfen wir doch einmal zu Beginn einen Blick auf diverse Fakten zum bekanntesten Geister-Darkride der Welt: Mit einer längeren Betriebszeit als die meisten Freizeitparks in Deutschland steht das gruselige Herrenhaus sogar eigentlich schon länger im Disneyland, da sie ganz ursprünglich – sogar noch unter Walt Disney persönlich – im Jahr 1963 eröffnen sollte. Damals sah die Attraktion selbst allerdings noch etwas anders aus: anstatt des heute bekannten Omnimover-Systems sollten die Besucher durch die Villa laufen, was aber nach Walts Tod schnell verworfen wurde, da eine Kapazität von etwa 300-400 Personen pro Stunde für den Disneypark schlichtweg katastrophal gewesen wäre.
So entschied man sich schließlich für das bereits bei Adventures Thru Inner Space benutzte Omnimover-System und baute eine riesige Showhalle außerhalb der Parkgrenzen an die Haunted Mansion an. Dies ist unter anderem der Grund, weshalb in der Originalversion des Darkrides der berühmte Stretching Room tatsächlich die Besucher quasi eine Etage tiefer bringt, damit sie die Schienen der Disneyland Railroad unterqueren können. Neben Anaheim wurde dies so nur noch in Paris umgesetzt – in Tokio und Orlando wird der Raum lediglich höher.

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Merke: es gibt immer einen Ausweg.

Wie auch immer – mit gut sechs Jahren Verspätung eröffnete die erste Haunted Mansion am 9. August 1969 ihre Pforten, um großen und kleinen Besuchern des Disneylands mithilfe von 999 Geistern ein wenig den familienfreundlichen Grusel näher zu bringen. Fun Fact nebenbei: der eher unbekannte 1000. Geist heißt Cary Sharp, ist ein Arzt aus Louisiana und hat für schlappe 37.400$ sich diesen heiß begehrten Platz in der Haunted Mansion im Jahre 2004 ersteigert, obwohl er nur einmal zuvor im Disneyland war.
Auch heute ist die Haunted Mansion immer noch eine der beliebtesten Attraktionen im Disneyland. Um den Gästen noch mehr Abwechslung zu bieten, gehört sie sogar neben it’s a small world zu den wenigen Attraktionen, die eine Weihnachtsversion besitzen. Ab Mitte September etwa ziehen Jack Skellington als Sandy Claws und alle anderen Figuren aus Tim Burtons Stopmotion-Film „The Nightmare Before Christmas“ in die Haunted Mansion ein, um ihr ganz eigenes Weihnachtsfest zu feiern. Für Fans des Darkrides und von Tim Burton ein absolutes Must-Do! Alle anderen weniger weihnachtsaffinen Gäste müssen in dieser Zeit allerdings auf den wahren Klassier von 1969 verzichten.

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Die berühmten Hitchhiking Ghosts namens Phineas, Ezra und Gus haben es (so ähnlich) auch in andere Geisterbahnen geschafft.

Dass die Haunted Mansion ein unfassbarer Erfolg wird, war natürlich abzusehen, und so war es ebenso klar, dass viele Mitbewerber sich an mehr oder weniger offensichtlichen Kopien (oder euphemistisch: Inspirationen) versuchen würden. Kein Wunder, die detailreiche Gestaltung und die unfassbar gelungene Atmosphäre, die durch Disney-eskes Storytelling, ein wenig Grusel gepaart mit etwas Humor und die einzigartige Stimme des Ghost Host, Paul Frees, schaffen ein so gelungenes Gesamterlebnis, welches seit 45 Jahren in dieser Weise ungeschlagen ist! So erscheint es natürlich nicht verwunderlich, wenn man den einen oder anderen Grusel-Darkride fährt, diverse Effekte aus der Haunted Mansion wiederzuerkennen: sei es als Beispiel der All-Time-Klassiker „Pepper’s Ghost“, ein Trick, der wahrscheinlich schon so alt wie der Wald ist, aber heute wie vor 45 Jahren immer noch zu begeistern weiß, oder die singenden Büsten, die per Projektionstechnik wie lebensecht wirken und dabei in aller Regel ein Liedchen auf einem Friedhof trällern. Ansonsten zählen auch noch die so genannten Hitchhiking Ghosts zu den gerne verwendeten Tricks, bei denen die Fahrgäste meinen können, ein Geist säße zwischen ihnen. Das alles beweist nur, dass man mit der Haunted Mansion einen Exportschlager ohne gleichen und ein Vorbild für eine Vielzahl von anderen Geister-Darkrides geschaffen hat – vor 45 Jahren wie heute, oft kopiert aber nie erreicht.

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Die Grabsteine in der Queue sind eine Hommage an diverse Imagineers.

Grund genug also, dass wir der Haunted Mansion ganz herzlich zu einem gruseligen 45. Geburtstag gratulieren. Mit ihr haben wir nicht nur einen (bzw. eigentlich vier) äußerst guten Darkride, der heute immer noch in seinen Bann zieht, sondern auch viele weitere Geister-Darkrides außerhalb der Disneyparks bekommen, die weniger auf billige Erschreckszenen als auf Storytelling und Atmosphäre setzen. Denn das ist wohl eines der besten Vermächtnisse, die wir dem gruseligen Herrenhaus von Disney zu verdanken haben. In diesem Sinne…

… hurry back, be sure to bring your death certificate if you decide to join us!

PS: Empfehlen können wir dieses interessante Video über die Geschichte der Haunted Mansion.


Zu Teil 2 geht es hier entlang.

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