Bald Baubeginn – Doch noch kein Name für Eftelings Dive Coaster

Bereits im April kündigte Efteling an, im Sommer 2015 einen Dive Coaster eröffnen zu wollen – mit dabei nur einige spärliche Informationen über die Spezifikationen der Attraktion. Viel hat man von Efteling seitdem nicht über das 18-Millionen-Euro-Projekt gehört, selbst ein Name steht noch nicht fest. Sogar der bei früheren Projekten offene Zugriff auf bei der Gemeinde ausliegende Baupläne beschränkte der Park. Die Aktivität der Fanseiten habe (hierbei) zwar auch eine Rolle gespielt, meint ein Sprecher des Parks gegenüber einer Fanseite, man wolle dieses einzigartige Projekt aber auch vor Konkurrenten verborgen halten. Im September soll der Bau des Dive Coasters, der vor einigen Wochen genehmigt wurde, beginnen. In den vergangenen Tagen wurden bereits erste Vorbereitungen am Bauplatz nahe der Piraña im Themengebiet Anderrijk durchgeführt. Ein guter Zeitpunkt, um aufzufrischen, was über dieses “einzigartige Projekt” bisher eigentlich bekannt ist – denn vollständig schließen konnte Efteling die Kommunikationskanäle natürlich nicht.

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An diesem Montag wurden die ersten Bauzäune aufgestellt.

Durch Unterlagen bei der Gemeinde ist zum Beispiel nun klar, dass Bolliger & Mabillard die Achterbahn bauen wird – das galt allerdings auch schon zuvor als so gut wie sicher. Was die technischen Spezifikationen anbelangt, so war ursprünglich lediglich bekannt, dass der First Drop 37,5 Meter in die Tiefe führen wird – für eine Achterbahn in Efteling mag das neue Maßstäbe setzen, für einen Dive Coaster aber eher am unteren Rand der Möglichkeiten. Zudem soll die Achterbahn mehr Streckenmeter aufweisen als Krake im Heide-Park Resort und somit mindestens 476 Meter lang sein. Das ist dann aber auch schon alles, was bestätigt wurde. Will man ein wenig mehr wissen, so lohnt sich der Blick auf einen bekannten niederländischen Freizeitpark-Blog, der weitere Informationen gestreut hat – die aber natürlich als Gerüchte zu werten sind. Demnach soll der Track mindestens eine Inversion aufweisen, 7,5 Meter des Drops sollen unterirdisch verlaufen und die Züge sollen – wie bei den neuesten Auslieferungen des Coastertyps – floorless sein. Doch selbst wenn man diese Gerüchte mitwertet: Wirklich überraschen tut keine der Infos – sie alle liegen im Grunde im Bereich des Erwartbaren.

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Auch erste Gerätschaften sind bereits vor Ort.

Doch wie sieht es bei der für Efteling immer wichtigen Thematisierung aus? Offiziell verkündet wurde hier sogar noch weniger. Nur die Aussage, dass eine besondere Geschichte erzählt werden soll war bekannt – und ein einziges Wort,Mijngebouw, also Minengebäude, welches auf einem der Baupläne vermerkt ist. Damit kann man allerdings eine Information als bestätigt ansehen, die bereits einige Tage zuvor durchs Netz schwirrte. Demnach soll der Dive Coaster als eine Niederländische Steinkohlemine thematisiert sein, entsprechend soll der Lift wie ein Minenlift aussehen und der First Drop in einen Minenschacht führen.

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Dieses Foto vom Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt eine französische Steinkohlemine. Vermutlich wird auch Eftelings Dive Coaster auf ähnliche Weise thematisiert werden.

In diesem Setting soll diesen Informationen nach eine “geheimnisvolle Hintergrundgeschichte” vor und während der Fahrt erzählt werden. Einen Hinweis auf die erzählte Geschichte könnte der ebenfalls auf inoffiziellem Weg verbreitete Arbeitstitel der Attraktion, Hoogmoed, also Hochmut sein. “Hochmut kommt vor dem Fall” heißt es ja in einem Sprichwort, das es auch im Niederländischen gibt und übrigens auch im Mad House Villa Volta zu hören ist und zumindest thematisch im Vliegende Hollander umgesetzt ist – aber nicht erklingt. Erwartet uns etwa eine weitere Variante eines von Eftelings Lieblingsthemen, dem gefallenen Unmenschen? Man darf gespannt sein.

Bilder Copyright: Efteling / Eric Rovers / gemeinfrei

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