Disney’s Fastpass geht… und der gläserne Parkbesucher kommt?

Wenn es nach Disney geht, wird das alte Fastpass-System bald Geschichte sein. Denn auf einer Investoren Konferenz teilten sie vor Kurzem mit, dass sie an einem neuen System arbeiten und das mit einem Budget von sage und schreibe 1 Milliarde US-Dollar. Mehr als in das neue Cruise Ship investiert wurde. Dabei soll man sich schon von zu Hause aus Fahrzeiten reservieren können und auch das nervige Einchecken in Hotels soll entfallen. Das Ziel sei es, immer mehr Menschen Willkommen zu heißen, während man das Erlebnis aber immer besonderer und persönlicher gestaltet.

Disney Fastpass NextGen Disney’s Fastpass geht... und der gläserne Parkbesucher kommt?

In Zukunft kann alles Online im Voraus gebucht werden... Wirklich alles!

Den kleinen Einblick, den man in das Projekt „NextGen“ erlaubt, zeigt schon deutlich in welche Richtung Disney in Zukunft gehen will. So will man, ähnlich wie in Las Vegas, mit dem vorherigen Zustellen des Zimmerschlüssels den lästigen, zeitintensiven Eincheck umgehen um die Leute schon früher in die Parks zu bekommen. Zusätzlich sollen Gäste Fahrzeiten, Sitzplätze in Shows oder aber auch Restaurants reservieren können, schon bevor sie das Haus für den Urlaubsantritt verlassen. Das Personalisieren des Meet-and-Greets oder der diversen Fahrgeschäfte auf den individuellen Besucher sind dabei die Tüpfelchen auf dem i. Dafür will Disney von den Besuchern Daten sammeln, um nach ihren Angaben den Mitarbeitern ihre Arbeit zu erleichtern und den Parkbesuchern den Besuch so persönlich wie möglich zu gestalten. Welche Daten dabei genau gesammelt werden, wurde nicht verraten, aber neben Namen und Geburtsdatum werden sicherlich auch noch andere persönliche Informationen dabei sein.

Disney RFID Disney’s Fastpass geht... und der gläserne Parkbesucher kommt?

Per RFID Chip will Disney den Besuchern jeden Wunsch von den Lippen ablesen

Wie Disney das Projekt „NextGen“ verwirklichen will, ist noch nicht bekannt, viele spekulieren aber damit, dass es in etwa wie bei den im “Great Wolf Resorts” genutzten RFID Armbändern aussehen wird. Diese sind nämlich mit Mikrochips ausgestattet, die mit persönlichen Daten geladen sind und mit Sensoren interagieren, die man fast überall verwenden kann, von Zimmertür über Getränkeladen bis hin zu Fahrgeschäften und Animatronics. Also ein Schlüssel zu Allem und das überall einsetzbar. Disney weiß zwar dann, was man, wo und wie konsumiert, welche Vorlieben man hat, wieviel Geld ausgegeben wurde, welche Attraktionen besucht wurden, und noch vieles mehr, doch es eröffnet auch Tore zu unbeschreiblichen Thematisierungsansätzen. Crowd-Management, wie bei Kühen: Gechipped, gefüttert… geschlachtet? Oder doch eher mehr Komfort und Tor zu einem viel besondereren Disney-Feeling?

Pictures: Copyright Disney

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