Essen in Freizeitparks – Anspruch vs. Wirtschaftlichkeit

Genauso wie sich die Besucher von Freizeitparks in ihren Vorlieben für den einen oder anderen Park oder deren Attraktionen teilweise grundlegend unterscheiden, verhält es sich auch beim Thema Essen und Trinken in Freizeitparks. Das gilt sowohl für die Sortimente, Vielfältigkeit, Preisgestaltung und Qualität als auch für die Wünsche und Geschmäcker der Gäste. All diese Themen unter einen Hut zu bringen ist nicht nur schwierig, sondern schlichtweg unmöglich. Das hängt nicht unerheblich von der weiten Bandbreite der Ansprüche der Bescher ab. Es gibt die, die günstig was Schnelles essen wollen, um überhaupt etwas im Magen zu haben und dann schnell wieder den Park erkunden zu können. Dieser Typ Gast gibt sich gerne mit einer Portion Pommes Frites oder einem Burger zufrieden, welcher nicht zwangsläufig hochwertig und vollständig selbstgemacht sein muss. Ein günstiges aber gutes Convenienceprodukt langt ihm allemal.

Andererseits gibts jene, die der Meinung sind, dass sich Freizeitpark und gutes, hochwertiges Essen nicht ausschließen müssen. Sie sind oft der Meinung, dass man – wenn man schon Geld ausgibt – auch einen gewissen Anspruch nicht unterschreiten sollte, wofür sie auch gerne den einen oder anderen Euro mehr auszugeben bereit sind. Nimmt man dazu noch den Wunsch nach Vielfalt und Auswahl kommt man auf ein gewaltiges theoretisch benötigtes Angebot.

Food 475x285 Essen in Freizeitparks   Anspruch vs. Wirtschaftlichkeit

Spaghetti Carbonara – FoodLoop, Europa-Park

Nun möchte aber niemand zu viel für sein Essen bezahlen und der Freizeitpark ist, wider der romantischen Fantasien einiger “Fans”, ein Wirtschaftsunternehmen, welches, bei aller Rücksichtnahme und allem Verständnis für die Kunden, nun einmal Gewinne einfahren muss, um zu existieren. Gerade wenn man bedenkt, dass nicht wenige Parks bei der Preiskalkulation für ihre Saison-/Jahreskarten davon ausgehen, dass ein Gast mit günstigem Eintritt öfter dort ist und auch eher bereit ist, etwas Geld für Nahrung und Merchandisingartikel auszugeben ist es ein schmaler Grat für jeden, etwas anbieten zu können und dabei die Preise fair und bezahlbar halten zu können.

Food2 475x285 Essen in Freizeitparks   Anspruch vs. Wirtschaftlichkeit

Gegrillter Lachs mit Couscous und Brokkoli – Columbia Harbor House, Magic Kingdom

Die Parks gehen das zum Teil sehr unterschiedlich an. Da gibt es alles von überteuertem Fast Food, wo das Geld wohl über die Preise statt über die Masse gemacht werden soll vor dem Hintergrund, dass die Leute ja nun mal etwas essen müssen, bis hin zu einer großen Vielfalt an Stilrichtungen bei kleinen Karten, um so die Preise im Rahmen halten zu können. Mal abgesehen von den ewigen Nörglern muss man sein Zielpublikum definieren bzw. kennen. Das heißt man kann sich nur nach der Mehrheit richten. Niemandem ist damit geholfen, wenn das Angebot derart groß ist, dass man einen zu großen Teil davon für den Müll produziert – erstens weil es die Preise hochtreibt und zweitens zu viele Menschen hungern, als dass es zu verantworten wäre, Nahrungsmittel in Mengen wegzuwerfen.

Food1 475x285 Essen in Freizeitparks   Anspruch vs. Wirtschaftlichkeit

New York Strip Steak mit Knoblauchkaroffelbrei und Gemüse – Sci-Fi Dine-In Theater, Hollywood Studios

Wer nun noch bedenkt, dass ein Freizeitpark dazu dient, für ein paar Stunden den Alltag, die Sorgen und die Nöte zu vergessen, sollte auch bei diesem Thema einfach mal flexibel und kompromissbereit sein und er wird merken, dass doch die meisten Parks für jeden etwas bieten, sei es auch diesen einen Tag mal außerhalb der Ernährungsplans.

Guten Appetit!

Wer übrigens nun Lust auf weitere Essensbilder aus Freizeitparks bekommen hat, dem empfehlen wir unseren aktuell 27 Seiten fassenden “Foodporn”-Thread in unserem Forum zu besuchen. Falls ihr sogar selber Bilder von Essen aus Freizeitparks habt, sind diese natürlich gerne gesehen. Wir freuen uns über jede Meinung sowie Bilder von leckeren oder auch nicht so schmackhaften Gerichten. Schaut vorbei! HIER KLICKEN

Pictures Copyright: Airtimers.com

2 Kommentare

  1. Knubbel sagt:

    Also wir (als Familie) essen eigentlich immer Burger, Pizza & Co. Gehört für mich irgendwie zu einem Freizeitpark-Besuch dazu.
    Der Zeitfaktor spielt ebenfalls eine Rolle. Wenn man schon den weiten Weg auf sich genommen und den hohen Eintrittspreis (+ möglicherweise auch noch Fast-Pässe) bezahlt hat, dann wollen wir in erster Linie auch den Park mit seinen Attraktionen erleben und nicht stundenlang im Restaurant hocken.

  2. disneylicious sagt:

    Ich seh es da ähnlich wie mein vorredner. Einzige Ausnahme bei mir sind die Disneyparks. Da lass ich mir das Essen auch gern mal was kosten. Wobei es sich dann auch immer lohnt. Ein Besuch im Walts hat für uns Tradition wenn wir in Disneyland Paris sind…und ich schwärme immer noch vom 3-Gaenge Menu im Chez Remy zur Eröffnung des Ratatouolle Rides. Auch die Table Service Restaurants in den Parks in Kalifornien knnich nur empfehlen, dass Blue Bayou toppt das Blue Lagoon in jeder Hinsicht.