Airtimers Top 25 Freizeitpark Neuheiten 2016 – Platz 20 bis 16

Im zweiten Teil unserer Top 25 der Freizeitparkneuheiten stehen ganz eindeutig Achterbahnen im Fokus die alle fünf Plätze belegen. Doch innerhalb dieser fünf Neuheiten findet sich im Grunde eine schöne Bandbreite ganz verschiedener Typen: Von der Holzachterbahn, über den Hybrid bis zur Stahlachterbahn; von der familienorientierten Bahn mit guter Thematisierung und dem Thrillcoaster aus Stahl ist (fast) alles abgedeckt. Viel Spaß bei den Plätzen 20 bis 16!

Top25 20 16 Airtimers Top 25 Freizeitpark Neuheiten 2016 – Platz 20 bis 16

Viele Achterbahnen gibt es im zweiten Teil unserer Top 25

Platz 20: Timber
Walibi Rhône-Alpes, Frankreich

Mit in diesem Jahr 400.000 Besuchern gehört Walibi Rhône-Alpes zu den eher kleineren Freizeitparks und ist damit auch wesentlich kleiner als seine Schwesternparks in den Niederlanden und Belgien. Für das nächste Jahr hat man sich trotzdem zu einer größeren Investition entschlossen: Die US-amerikanische Gravity Group baut dort für 4,2 Millionen Euro eine Holzachterbahn, die auf den Namen Timber hören wird. Insgesamt handelt es sich bei Timber um eine doch recht kleine Bahn: 17 Meter Höhe und 446 Meter Streckenlänge sprechen da für sich. Dass aber die Gravity Group gerade für diese kurzen Layouts ein Spezialist ist, ist bekannt, seit sie 2011 im äußerst eng bemessenen Gröna Lund mit Twister eine nur 15 Meter hohe Achterbahn baute, die trotzdem einiges an Spaß und Rasanz zu bieten vermag. Genau das könnte im kleinen Walibi-Ableger auch mit Timber gelingen: Mit immerhin elf Airtime-Momenten soll die kleine Attraktion aufwarten. Das Gesamterlebnis rundet ein Soundtrack ab, den die bekannte Firma IMAscore (u.a. Chiapas und Helix) produzieren wird. Man darf gespannt sein!

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Kurzes Layout, aber viel Airtime: Timber in Walibi Rhône-Alpes

Platz 19: Heidi – The Ride
Plopsaland de Panne, Belgien

2006, also vor beinahe zehn Jahren, wagte die Holzachterbahnschmiede Great Coasters International den großen Sprung über den großen Teich und eröffnete im finnischen PowerPark seine erste Attraktion in Europa. Fünf weitere, darunter in großen europäischen Freizeitparks wie dem Europa-Park und Efteling, eröffneten in den Jahren danach, doch nach 2012 folgte erstmals eine längere Verschnaufpause. 2016 wird nun, im belgischen Plopsaland De Panne, die die Erfolgsgeschichte fortgesetzt – mit Heidi – The Ride. Es handelt sich hierbei um eine Holzachterbahn mit einer Thematisierung nach der bekannten TV-Serie (1974 und neu aufgelegt 2015), an der der Parkbesitzer Studio 100 die Rechte besitzt. Die Gestaltung wird, wie es die verfügbaren Artworks zu zeigen scheinen, sehr stimmungsvoll und aufwendig geraten, und ist somit auch einer der großen Pluspunkte der neuen Attraktion. Im Layout orientiert sich die Achterbahn indes stark an White Lightning vom gleichen Hersteller im US-amerikanischen Freizeitpark Fun Spot America: Heidi – The Ride ist eine Kopie dieser Bahn mit einigen wenigen Modifikationen im Layout und dem Verzicht auf unterstützende Stahlkonstruktionen. Bei 22 Metern Höhe, 618 Metern Länge und einer Spitzengeschwindigkeit von 71 Stundenkilometern werden wohl auch etwas kleinere Gäste fahren können. Es verspricht sich, wie wir bereits im August feststellten eine „familientaugliche Spaßmaschine“ – das könnte genau die richtige Attraktion für den ohnehin auf Familien setzenden Freizeitpark sein.

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Bei Heidi – The Ride erwartet uns eine aufwendige Thematisierung – Anklicken zum Vergrößern!

Platz 18: The Incredible Hulk – Renovierung
Universal’s Islands of Adventure, USA

Es ist das wohl größte Update in ihrer langjährigen Geschichte und man könnte sogar von einer Wiedergeburt sprechen: Die Achterbahn The Incredible Hulk  in bzw. besser auf der Islands of Adventure wird seit diesem September intensiven Arbeiten unterzogen. Dabei werde, so Universal, die Attraktion „einige großartige neue Verbesserungen ihrer Storyline, ihrer Fahrzeuge und ihres Gesamterlebnisses“ erhalten. Immer wieder auftauchende Fotos, Videos und Berichte von der Baustelle offenbarten das Ausmaß der erwähnten Verbesserungen: Annähernd die gesamte Strecke wurde abmontiert und wird wieder neu aufgebaut. Ein Sprecher sagte Anfang Oktober: „Wenn wir fertig sind, werden wir mehr als 800 Tonnen Stahl recycled haben.“ Zwar soll das Hulk-Theming definitiv erhalten bleiben, ob jedoch Veränderungen im Layout vorgenommen werden ist nicht bekannt – das Recyclen des alten Stahls eröffnet diese Möglichkeit natürlich. Man darf gespannt sein, wie The Incredible Hulk im nächsten Sommer aussehen wird. The Incredible Hulk wurde 1999 eröffnet und war bis vor Kurzem noch der einzige Launchcoaster, den B&M je gebaut hat.

Platz 17: Cobra’s Curse
Busch Gardens Tampa, USA

Mit dem Spinning Coaster Cobra’s Curse von Mack Rides setzt Busch Gardens Tampa, die Freizeitpark-Zoo-Mischung aus Florida, im nächsten Jahr auf eine familienfreundliche Achterbahn: Schon ab einer Größe von etwas mehr als einem Meter kann die Bahn besucht werden und auch die ersten Kenndaten scheinen die Familientauglichkeit zu bestätigen: 21 Meter hoch ist sie, 640 Meter lang und 64 Stundenkilometer schnell. Zum höchsten Punkt der Bahn werden die Wagen mit einem vertikalen Aufzug befördert. Positiv fällt auch die Einbindung der Bahn in die Umgebung auf. Ihre Thematisierung orientiert sich an dem ägyptischen Themenbereich, in dem sie sich befinden wird. Ein Blickfang wird dabei die 24 Meter hohe Figur des Schlangenkönigs Venymyss werden, der die Fahrgäste am nächsten sind, wenn sie den höchsten Punkt der Achterbahn erreichen. Im Video seht ihr ein auf der IAAPA veröffentlichtes Video von einem Modell der geplanten Attraktion.

Platz 16: The Joker
Six Flags Discovery Kingdom, USA

Rocky Mountain Construction – kurz RMC – ist so etwas wie der “Revoluzzer” unter den Herstellern von Holzachterbahnen. Seit der ersten Achterbahn dieser Firma aus Idaho im Jahr 2011 ist man dort beständig bemüht, die Grenzen zwischen Holz- und Stahlachterbahnen immer weiter aufzulösen. Zum einen mit dem sogenannten Topper Track, bei dem zwei Holzlagen der Fahrspuren durch Stahlkomponenten ersetzt werden, aber noch stärker mit dem sogenannten I-Box-Track, bei dem die gesamte Schienenkonstruktion aus Stahl ist und nur noch die Stützkonstruktion aus Holz besteht bzw. bestehen kann. Zusammen mit dem Storm Chaser in Kentucky Kingdom wird The Joker die sechste auf diese Weise hergestellte Achterbahn sein – und wie üblich wird sie auf den Ruinen einer Vorgängerholzachterbahn aufgebaut werden: Roar von Great Coasters International, die von 1999 bis zu diesem Jahr in Betrieb war. In bestimmten Daten ähnelt The Joker dabei seinem Vorgänger: Ähnliche Streckenlänge (975 Meter vs. 1057 Meter bei Roar), ähnliche Höhe (29 Meter vs. 31 Meter bei Roar) und eine ähnliche Geschwindigkeit (85 km/h vs. 81 km/h bei Roar) zeigen deutlich auf, dass die Bausubstanz von Roar erhalten bleibt. Doch durch die ungewöhnliche Produktionsweise der RMC-Achterbahnen, die schon nicht mehr als Holzachterbahnen sondern als Hybridbahnen gelten, erlauben auch mehr Freiheiten: Roar hatte keine Inversion, während drei von ihnen (zero-g Roll, 180-degree stall und Step-Up Under Flip) bei The Joker auftauchen werden. Auch der First Drop ist außergewöhnlich, da er mit 78 Grad viel steiler ist, als bei Roar, wo dieser 45 Grad aufwies. Ein spannendes Projekt, das uns erneut die Möglichkeiten von I-Box-Tracks vorführt!

Pictures: Copyright Walibi/Gravity Group und Plopsaland De Panne

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