Gerichtsverhandlung rund um The New Texas Giant Unfall geht weiter

Acht Monate nach dem tödlichen Texas Giant Unfall, der sich in Six Flags over Texas zugetragen hat, liegt es jetzt an einem amerikanischen Richter, die Schuldfrage in diesem dramatischen Unfall zu klären. Die Familie der 52-jährigen verunglückten Rosa Esparza hat sowohl Six Flags, als auch den deutschen Achterbahnhersteller Gerstlauer verklagt und nach und nach dringen immer mehr Informationen zu dem Unfall an die Öffentlichkeit. Kurz nach der Anklage hat sich Six Flags der Familie Esparza angeschlossen ebenfalls Anklage gegen Gerstlauer gestellt. Six Flags schiebt alle Schuld von sich und hat dem Gericht mitgeteilt, dass die Züge der Achterbahn nach den Vorgaben des Herstellers gewartet und gepflegt wurden und sie sich somit keiner Schuld bewusst sind.

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Noch ist die Schuldfrage nicht geklärt

Gerstlauer, die nicht die Achterbahn selbst, sondern nur die Züge designt und hergestellt haben, haben jetzt dem Richter ihre Sicht der Dinge geschildert und wollen Six Flags ebenfalls verklagen. Laut Gerstlauer hat man von seitens Six Flags schriftlich auf zusätzliche Anschnallgurte verzichtet und der Zug wurde genau nach Kundenwunsch designt und gebaut. Weiters informiert der deutsche Hersteller, dass man dem Park gemeinsam mit dem Zug auch einen Testsitz geliefert hat, der dem Parkbesucher zeigt, ob er zu groß für die sichere Fahrt auf The New Texas Giant ist oder nicht. Der Park verwendet diesen Testsitzt allerdings erst, seit die Bahn im September nach dem Unfall wieder eröffnet wurde. Doch damit hat Gerstlauer noch nicht genug, es wird dem Park auch vorgeworfen, dass das Operatorenteam, das die Achterbahn am Tag des Unfalls bedient hat, nicht ausreichend geschult war, denn durch einen ordentlichen „Pull-Down“ Test, also das Rütteln und Drücken der Bügel als Kontrolle vor Abfahrt des Zuges, hätte der Unfall vermieden werden können. Gerstlauer informierte das Gericht auch noch darüber, dass mindestens ein Mitarbeiter von Six Flags Zugang einem Not-Aus Schalter der Achterbahn hatte und damit hätte der Zug sofort gestoppt werden können. Jetzt heißt es abwarten, wie Six Flags auf diese Vorwürfe reagiert und der Rechtsstreit weiter geht.

Copyright Bilder: Six Flags

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