Hamburger Dom – Volksfest mit Tradition

Als am Freitag den 19.6. der Hamburger Sommerdom eröffnet wurde, war dies natürlich auch der Startschuss für die mehr als 250 verschiedenen Schaustellerbetriebe, die sich auf der insgesamt 1,6 Kilometer langen Vergnügungsmeile eingefunden haben, um mit den Besuchern ein Volksfest aus Nostalgie und hochmodernem Action-Spaß zu begehen. Viele der sich Jahr für Jahr befindenden Schausteller, wissen um die lange Tradition des Hamburger Doms und bezeichnen ihn nicht zuletzt deshalb als eines ihrer Highlights im Terminkalender.

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Der Blick aus dem Riesenrad war schon in den 180er Jahren beeindruckend – Anklicken zum Vergrößern!

Die Geschichte des Doms geht zurück bis ins elfte Jahrhundert. Im damaligen Mariendom zu Hamburg suchten zu dieser Zeit bei schlechtem Wetter gerne mal Handwerker, Gaukler und Quacksalber Schutz vor dem Regen und machten das Gotteshaus so zu einer Art Marktplatz. Als der Erzbischof Burchard von Bremen die bunte Schar jedoch aus seinem Dom vertrieb, weil ihm das weltliche Treiben störte, entrüsteten sich die Hamburger Bürger dermaßen gegen die Pläne auf, sodass er sich gezwungen sah den Markt weiterhin in seinen heiligen Hallen stattfinden zu lassen. Als im Jahre 1804 der Mariendom abgerissen werden musste, zogen die Gaukler und Schausteller ohne festen Standort durch die Stadtteile Hamburgs. Erst 1893 erhielten die Händler und Schausteller mit dem Heiligengeistfeld wieder einen festen Standort.Da der Hamburger an sich ja ein sehr beständiges Wesen besitzt und nur ungerne mit Traditionen bricht, findet der Markt auch heute noch auf der großen Freifläche im Stadtteil St. Pauli statt und wurde einfach nach seinem ursprünglichen Veranstaltungsort benannt: “DOM”.

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Schon im 11. Jahrhundert ging es im Dom recht deftig zu – Anklicken zum Vergrößern!

Gaukler und Quacksalber findet man heute zwar eher selten auf dem Domgelände aber Händler gibt es noch reichlich. Ihr Angebot reicht von der Bratwurst über Zuckerwatte bis hin zum Hamburg-T-Shirt “Made in China”. Der eigentliche Reiz des heutigen Doms liegt jedoch unbestritten in den Fahrgeschäften, welche auch bei diesem Sommerdom mit einigen Höhepunkten vertreten sind. Neben dem traditionellen Riesenrad, ohne welches kein Dom denkbar wäre, ist auch die größte “Wilde Maus” der Welt wieder auf dem Gelände vertreten und wartet auf Mitfahrer. Mit dem Indoor-Spinningcoaster “Höllenblitz”, steht ein weiteres Achterbahnschmuckstück für mutige Besucher bereit. Wer eher auf Flatrides steht, der wird bei Fahrgeschäften wie “Airwolf” ,”Take Off”, “Frisbee”, oder “Dom-Dancer” sicherlich das Richtige für sich finden. Mit dem “Atlantis Rafting” und der “Wildwasserbahn”, sind auch in puncto Abkühlung dementsprechende Vorkehrungen getroffen worden. Auf der großen Eventfläche im Herzen des Doms, sind in diesem Sommer die Piraten los und sorgen für ordentlich Spektakel. Alle angebotenen Attraktionen hier zu nennen würde den sprichwörtlichen Rahmen sprengen, daher wollen wir es bei dieser kleinen Aufzählung belassen.

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Auch in diesem Jahr ist die Wilde Maus XXL wieder ein Highlight auf dem Sommerdom – Anklicken zum Vergrößern!

Zwei ganz besondere Wochentage sollte sich der geneigte Dombesucher aber dick in seinem Kalender markieren! Zum einen den Mittwoch, da dieser als Familientag mit günstigen Preisen lockt und zum anderen den Freitag, an dem immer um 22:30 Uhr ein großes Höhenfeuerwerk, welches St. Pauli und Umgebung in (noch mehr) bunten Lichtern erstrahlen lässt. Wir denken es lohnt sich dem Hamburger Sommerdom einen Besuch abzustatten, denn das größte und mit seinen jährlich drei Terminen auch längste Volksfest im Norden, lockt mit Tradition und Moderne und erzeugt so ein ganz besonderes Flair.

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Der Lageplan des Sommer Dom 2013 bietet einen ersten Überblick über die Vielzahl der Fahrgeschäfte – Anklicken zum Vergrößern!

Bildquelle: http://www.hamburg.de/dom/

 

 

 

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