Hapa-Historie – Nils Burmeister steht Rede und Antwort


Es gibt in dieser großen Welt viele Menschen, die als ihr Hobby Freizeit und Themenparks angeben, und genau diese Menschen informieren sich zum Teil akribisch über Parks und Freizeiteinrichtungen. Im Internet sind mittlerweile tausende Seite zu finden, die eben diesen Wissensdurst stillen und die Fans und Freunde der gepflegten Freizeitgestaltung auf dem Laufenden halten. Wer aber sind diese positiv verrückten Menschen, die solche Seiten aufbauen, pflegen und am Leben halten, und dabei viel Zeit, Geld und Mühe investieren, damit der geneigte Leser sich informieren kann? Ein Exemplar dieser Gattung konnten wir für euch ausfindig machen, einkreisen, und schließlich befragen.

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Auf www.hapa-historie.de gibt es viele Informationen rund um den Hansa Park.

Der Begründer und geistige Vater der Hapa-Historie Nils Burmeister hat sich mit uns getroffen und mal ein wenig aus dem berühmten Nähkästchen geplaudert.

Airtimers: Hallo Nils, schön, dass Du die Zeit gefunden hast ein wenig mit uns zu plaudern. Kannst Du uns verraten wie Du auf die Idee gekommen bist, Hapa-Historie aufzubauen, und ob Du damals schon den Gedanken hattest, dass die Seite einmal zu dem Nachschlagewerk in Sachen Hansa-Park werden könnte, die sie heute zweifellos ist?

Nils Burmeister: Ist sie das denn? (grinst)
Wenn Ich mir die Seiten ansehe, denke ich immer noch, dass es sich dabei um einen wild zusammen geschriebenen Flickenteppich handelt. Mittlerweile kann man wohl sagen, dass die Historie eine gewisse Struktur entwickelt hat. Sicherlich auch durch das einheitliche Design. Aber mein ursprünglicher Gedanke war es die Seite wie ein Bilderbuch aufzubauen. Jeden Themenbereich mit seinen eigenen Farben und grafischen Elementen zu versehen. Die erste Historie war dann schließlich auch sehr bunt. Das kam leider nicht so gut an, auch wenn sie meinen Vorstellungen sehr nahe kam. Da wurde mir klar, dass ich mich selbst ein Stück weit zurücknehmen muss, wenn irgendwer diese Seiten lesen soll, außer mir. Ob ich dies nun geschafft habe wage ich nicht zu beurteilen.

Wann ich den Gedanken gefasst habe eine Internetseite über die Geschichte des HANSA-PARK zu schreiben kann ich nicht mehr sagen. Ich erinnere mich aber an ein Ereignis, bei dem mir meine Mutter ein wenig über das ehemalige LEGOLAND in Sierksdorf erzählte, aus welchem der HANSA-PARK in gewisser Weise hervorgegangen ist. Viel wusste sie nicht mehr, aber es genügte um in mir das Interesse zu wecken. Dazu muss ich sagen, dass ich schon immer gerne das LEGOLAND in Dänemark besucht habe, und ein großer LEGO Fan bin. Ich habe versucht im Internet mehr über das erste deutsche LEGOLAND herauszufinden. Es gab so gut wie keine Informationen darüber. Vermutlich habe ich damals einfach nicht effektiv genug recherchiert. Die richtige Recherche-Vorgehensweise muss halt erst mal erlernt werden. Mit den Vorstellungen, wie ein LEGOLAND an der deutschen Ostseeküste aussehen könnte bin ich schließlich schlafen gegangen.

Ich glaube damals habe ich den Wunsch verspürt mehr über die Geschichte des HANSA-PARK zu erfahren. In den Fotoalben und den Videokassetten meines Vaters habe ich versucht möglichst viel zusammen zu tragen, was meine Eltern im HANSA-PARK aufgezeichnet hatten. Auch alte Parkhefte hab ich gefunden. Und ich habe weiter im Internet recherchiert, versucht so viele Informationen zusammen zu tragen wie ich konnte. Internetforen gab es damals noch nicht viele. Und schon gar keine speziell über den HANSA-PARK. Ich habe auch leider nie die Gelegenheit gehabt die Informationsseite hansapark.info aufzurufen, in der Marcel Scheew bereits Pionierarbeit geleistet hat.

Nachdem mir klar war, dass es keine Internetseite mehr gab, die uns Fans über das Vergangene informieren kann, habe ich einen Versuch gestartet selber einen öffentlich zugänglichen Informationspool zu schaffen. Und da das Internet die größten Chancen bot die Fans zu erreichen, entschied ich mich meine erste Internetseite zu bauen.

Airtimers: Du verwendest auf deiner Seite jede Menge Fakten und Bildmaterial, welches nicht so einfach für jeden zu bekommen ist. Das sieht nach jeder Menge Recherche und Arbeit aus, gab es einen Punkt, an dem Du zu verzweifeln drohtest, weil dir wichtige Puzzleteile fehlten?

Nils Burmeister: Oh ja. Ich habe vier Jahre gebraucht bis die Historie zum ersten Mal online ging. Und beim ersten Launch war der geschichtliche Hintergrund sogar noch sehr überschaubar. Ich habe die Zeiten Hansaland und LEGOLAND selber nicht erlebt. Ich brauchte daher Zeitzeugen und historisches Bildmaterial um korrekt über die Zeit berichten zu können. Und die waren schwer zu finden. Ich habe nach Ansichtskarten und alten Merchandise gestöbert vorrangig in Internetshops wie Ebay. Es hat oft mehrere Wochen gedauert, bis mir der nächste Wurf gelang. Daher hab ich das Projekt auch gerne mal für Monate eingemottet, ohne zu wissen, ob ich es jemals wieder hervor hole. Fotos und Videoclips sind für mich einfach unerlässlich. Ich bin ein visueller Typ Mensch. Ich brauch was zum gucken. Der reine Text reicht nicht aus. Daher sammle ich auch heute immer noch um die Historie weiterhin zu aktualisieren und zu erweitern. Am meisten freue ich mich immer wieder, wenn andere Fans mir ihre alten Fotos zum einscannen zuschicken. Das sind für mich die größten Schätze.

Nils Hapa Historie   Nils Burmeister steht Rede und Antwort

Der Herr der Seite – Nils Burmeister

Airtimers: Neben der Hapa-Historie hast Du auch in anderen Projekten rund um den Hansa-Park ein gewichtiges Wörtchen mit zu reden. Es seien hier einmal das Hapa-Forum und der erste offizielle Hansa-Park Fanclub genannt, ist das „positiv verrückt“ aus der Einleitung also ein Attribut welches wirklich auf Dich zutrifft?

Nils Burmeister: Man muss schon verrückt sein um seine Freizeit für diese Projekte zu opfern. (lacht herzlich)
Aber ich freue mich Teil dieses starken Teams zu sein. Mit Philip, Andrea, Michi und Maurice haben wir etwas Eigenes geschaffen. Und vor allem weiß ich es zu schätzen mich nur um den HANSA-PARK kümmern zu müssen. Andere Fanforen und Fanclubs beschäftigen sich z.B. mit Freizeitparks in ganz Europa. Bei denen ist der Aufwand ungleich Höher, um zu bestehen. Wir haben einen Ort wo wir uns immer wieder versammeln. Diese Konstante bleibt unverändert, egal was die Zukunft bringt. Dadurch können wir das Team klein halten. Mit fünf Personen können wir unser Portal gut abdecken. Und die Harmonie stimmt. Der Spaß an der Sache darf nicht zu kurz kommen. Sobald ein Projekt wie das HAPA-Forum zu einer Last wird kann man gleich einpacken. Egal wie verrückt man für eine Sache brennt, hat jeder Mensch eine Schmerzschwelle die besser nicht überschritten wird. Solche Projekte stehen und fallen mit den Menschen, die dahinter stehen.

Airtimers: Hast Du konkrete, oder auch weniger konkrete Pläne, wie Du die Seite in der Zukunft ausbauen möchtest, oder gibt es Ideen für andere Aktionen, Events oder Ähnliches zum Thema Hansa-Park von deiner Seite aus?

Nils Burmeister:
Ich bin gelernter Mediengestalter in bewegtem Bild und Ton. Da liegt es nahe, dass ich gerne mehr Videos in meine Seite einbauen möchte. Am liebsten zu jeder Attraktion einen eigenen 1-Minüter. Allerdings ist der Aufwand so enorm, dass dies bisher nur eine Idee ist und viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Daher werde ich mich vorrangig darum kümmern die Lücken zu füllen, die ich all die Jahre schmählich ignoriert habe. Es gibt so viele vergangene Attraktionen, Künstler und Events die bisher noch nicht aufgenommen wurden. Die Historie soll verstärkt ihrem Namen gerecht werden.

Was das Forum betrifft bin ich selber gespannt wo es mit unserem kürzlich gegründeten Fanklub hingehen wird. Dies ist die für mich noch große Unbekannte. In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal ein Fantreffen für unsere kleinen Fanklub-Mitglieder (bis 10 Jahre), den HAPA-Kids organisiert. Es war ein toller Tag. Mal schauen was uns für die kommenden Jahre einfällt.

Airtimers: Du hast mir im Vertrauen mal erzählt, dass Du für einen Hansa-Park Fan ein auf den ersten Blick recht ungewöhnliches Vorbild hast, was Internetseiten betrifft. Jetzt wäre die Gelegenheit uns etwas darüber zu verraten.

Nils Burmeister: Ich bewundere die Arbeit von Nico Schimmelpfennig. Auf seiner Heide-Park Historie veröffentlicht er toll geschriebene Artikel und Baudokumentationen mit atemberaubenden Fotos aus vergangen Zeiten. Wenn ich es mal schaffe meinen Lesern solch schöne Bilder aus dem HANSA-PARK zeigen zu können, dann wäre ich glücklich.

Vielen Dank das Du dir die Zeit genommen hast, uns etwas über dein sehr spannendes Projekt zu erzählen, wir wünschen Dir natürlich auch für die Zukunft nur das Beste für deine Seite und hoffen das du noch viele Jahre so positiv verrückt bleibst, wie Du es jetzt bist!

1 Kommentar

  1. Manuela sagt:

    Toller Artikel, Klasse Interview. Danke für den Einblick Nils :-)