Movie Park Germany: Ein Park in der Schwebe

Seit nun fast 17 Jahren gibt es in Bottrop den Movie Park Germany. Vier Betreiber hatte der Park in dieser Zeit und immer war er von der Bonität dieser Unternehmen abhängig: Mal konnte viel in den Park investiert werden, mal fehlten dem Besitzer die Mittel oder der Wille, weshalb die Entwicklung des Movie Parks folglich oft stagnierte.

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Drei Betreiberwechsel in 17 Jahren: Der Movie Park Germany.

Der neue Besitzer, die spanische Gruppe Parques Reunidos, bildet da keine Ausnahme: Im Jahr 2010 übernahm sie den Park und zu Beginn sah es in Bezug auf neue Fahrgeschäfte auch gar nicht schlecht aus, denn eine neue große Attraktion, die Dunkelachterbahn Van Helsing’s Factory, konnte schon 2011 präsentiert werden. Doch spätestens seit vergangenen September hat sich das Blatt gewendet: Für die Saison 2014 hatte man bereits vor einigen Monaten ein neues Achterbahn-Projekt angekündigt, doch nun mussten die Arbeiten gestoppt werden, denn die Gruppe konnte, wohl aus finanziellen Gründen, die notwendigen Gelder nicht mehr bereitstellen.

VHF Fahrt 1 Movie Park Germany: Ein Park in der Schwebe

Die letzte große Investition: Van Helsing’s Factory (2011).

So hält sich der Park momentan eher mit kleineren Investitionen über Wasser: Eine Kinderfahrschule von SELA Cars im Nickland ist zur Zeit im Bau, die Stunt-Show wurde, wie auch einige weitere Attraktionen im Nickland, modernisiert und umgestaltet. Auch sollte die Themenfahrt Ice Age Adventures auf den vierten Teil der bekannten Filmreihe geupdatet werden, doch das kalte Wetter machte den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung – hiermit ist nun erst nächstes Jahr zu rechnen.

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Überarbeitung kommt erst 2014: Themenfahrt Ice Age Adventure.

Die Politik der kleinen Schritte ist momentan das einzige Mittel, das den Verantwortlichen in Bottrop zur Verfügung steht, zumal es sie anscheinend auch vor eine Herausforderung stellt, das Bestehende im Park in einem guten Zustand zu halten. Viele der Gebäudefassaden sind zum Beispiel durchaus restaurantionsbedürftig – doch eine Renovierung kostet Geld und so können pro Jahr nur 1-2 Fassaden in Angriff genommen werden. Vielleicht ist dieses geringe finanzielle Budget für Instandhaltungsarbeiten auch ein Grund dafür, dass Attraktionen für Randzielgruppen, wie zum Beispiel das Filmmuseum zu dieser Saison, nach und nach geschlossen werden – die Wirtschaftlichkeit scheint hier zu einem Umdenken geführt zu haben.

Immerhin hat Movie-Park-Chef Wouten Dekkers angekündigt, das verspätete Ice-Age-Update werde nicht die einzige Neuheit für die nächste Saison sein – vielleicht hat man ja doch noch eine etwas größere Investition in petto. Nötig wäre dies angesichts zuletzt eher stagnierender Besucherzahlen sicherlich.

Bildquellen: Movie Park Germany (2 & 3), Public Domain

2 Kommentare

  1. Florian sagt:

    Bleibt zu hoffen, dass das Management erkennt, dass man nur mit größeren Investitionen Aufsehen erregt und Besucher anlockt.

  2. Knubbel sagt:

    Der Park tut mir irgendwie leid.
    Hat so viel Potential, aber immer so unendlich viel Pech mit den Besitzern.