Neuheiten-Check: AtmosFear, Liseberg

Vor ein paar Wochen eröffnete der neueste Freifallturm AtmosFear in Liseberg. Der schwedische Stadtpark in Göteborg versuchte sich dabei gleich zum ersten Mal an einer eigenen Thematisierung, um Europas höchsten Freefall Tower perfekt in Szene zu setzen. Und da die Daten rund um den Intamin Floorless&Tilt Freefall genauso atemberaubend, wie die Artworks vielversprechend waren, machten wir uns auf den Weg in den Norden um den 116 Meter hohen Riesen unter die Lupe zu nehmen. Kann der umgebaute Aussichtsturm mit dem 90 Meter Drop den hohen Erwartungen der Adrenalin-Junkies gerecht werden? Und stimmt die Formel: Mehr Höhe = mehr Kick? Oder ist doch noch etwas Anderes dahinter? Wir fanden es heraus.

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Steigt mit uns ein in AtmosFear

Der frühere Aussichtsturm Lisebergs ist gar nicht mehr von dem Freizeitpark wegzudenken. Mitten auf dem Hügel, den die Einwohner Göteborgs schon Berg nennen, ragt die gewaltige Stahlsäule aus der Erde und bietet eine einzigartige Aussicht. Ende letzten Jahres aber fing man mit den Umbauten des Klassikers zu einem der höchsten Freifalltürme der Welt an. Dabei wollte man sich erstmals nicht nur mit nackten Zahlen brüsten, sondern der Attraktion auch einen Touch an Thematisierung mit bei geben. Genau aus diesem Grund gestaltete man liebevoll die Anstellschlange und verzierte die Außenwände mit diversen bekannten Symbolen. Diese stießen nach dem Reaktorunfall in Fukushima allerdings einigen Parkbesucher sauer auf und wurden deshalb rasch wieder entfernt. Also gleich beim ersten Versuch ein Griff ins Klo? Nicht direkt, denn der Eingang zum Anstellbereich und die Warteschlange wirken auch ohne die Symbole noch immer wie eine richtige Forschungseinrichtung. Viele der Dekoelemente wurden sogar von der alten Aussichtsplattform wiederverwendet und unterstreichen den authentischen Look.

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Schon der Eingang zeigt was innen vortgesetzt wird - Gute Thematisierung

Über die Wirkung die so ein gigantischer Freifallturm erziehlt, braucht man nicht diskutieren. Schon weit außerhalb des Parkeingangs sieht man den omnipräsenten Riesen und überall im Park richten sich die Blicke furchterfüllt auf den höchsten Punkt der Stadt. Die Attraktion bietet bereits Nervenkitzel ohne je eingestiegen zu sein, denn der Turm ist mit dem Standort auf dem Berg definitiv der Eye-Catcher, den sich der Park erhofft hatte. Über die Fahrt selbst gibt es nicht all zu viel sagen. Mit Einsteigen, hoch fahren und runter fallen dauert die Fahrt in etwa zwei Minuten. Wobei man dem größten Nervenkitzel sicher in den 2 Sekunden Stehzeit vor dem Drop ausgesetzt ist. Die Aussicht die sich einem bietet, wenn man die Furcht einmal beiseite lassen kann, ist die Fahrt alleine schon wert und ein wahrlicher Genuss. Danach geht es aber auch schon rasant 90 Meter in die Tiefe, wobei der Bremseffekt bereits 30 Meter vor Bodenkontakt eintritt. Nervenkitzel und Adrenalin steht hier, wie bei jedem Freifallturm, ganz klar im Vordergrund.

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Der Turm ragt über alles hinweg

Bei dieser stattlichen Höhe hatten wir uns aber trotzdem etwas mehr Adrenalin erhofft. Denn trotz der Höhe bleibt die Attraktion was sie ist, ein normaler Freifallturm, ohne Kippeffekt, drehende Gondeln und ohne den coolen Stehsitzen wie man sie in Gröna Lund verwendet. Dieser bietet auch mit einer geringeren Höhe den größeren Nervenkitzel. Fans von Freifalltürmen und unverbesserliche Adrenalin Junkies werden aber gut bedient und bekommen genau das was sie sicher erwarten. Nicht mehr und nicht weniger. Für die Hälfte der Punke reicht es allemal.

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Die Aussicht über Liseberg - Der Blick von AtmosFear

(c) Bilder Airtimers.com

AtmosFear
Liseberg, Göteborg
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