Achterbahnen Neuheiten Check

Neuheiten-Check: Fénix, Toverland

verfasst von Andi

Nachdem wir beim letzten Neuheiten-Check einen kleinen Abstecher über den großen Teich gemacht haben, bleiben wir dieses Mal zwar nicht in Deutschland, aber hüpfen nur ganz kurz über die niederländische Grenze ins Toverland. Dort eröffnete vor Kurzem eine nagelneue Achterbahn namens Fénix, inklusive zwei neuer Themenbereiche.
Im heutigen Check soll es allerdings nur um den Themenbereich von Avalon und der darin befindlichen neuen Achterbahn Fénix gehen.

Noch ist Fénix hinter ein paar Bäumen versteckt

Der Bau dieser Bereiche wurde im Frühjahr 2017 angekündigt. Ein gutes Jahr später, konnte der Wing-Coaster aus dem Hause B&M dann feierlich eröffnet werden. Es ist der erste Wing-Coaster in den Beneluxstaaten und der insgesamt vierte in Europa. Auch die Fakten von Fénix müssen sich nicht vor seinen Kollegen in Europa verstecken, denn mit einer Höhe von 40 Metern ist er nicht nur der Höchste, sondern mit 813 Metern auch der Längste des Kontinents. Zugegebener Maßen ist dies nur einen Hauch länger als die bisherigen Wing-Coaster wie The Swarm oder Flug der Dämonen. Die Schienen erstrahlen dabei in königlichem Blau und die Züge zieren detailreiche goldene Phönixe. Mit sechs Reihen ist der Zug allerdings einer der kürzesten seiner Art und bietet Platz für 24 Personen pro Fahrt. Bei voller Auslastung schafft es die Achterbahn auf eine Kapazität von 1000 Fahrgästen die Stunde!

Station plus Lifthill!

Doch fangen wir noch einmal von ganz vorne an. Wenn man in den neuen Themenbereich eintritt, erstreckt sich der Wing-Coaster über den ganzen Bereich. Egal wo das Auge hin schweift, sieht man die wuchtigen aber doch anmaßenden Schienen von Fénix. Man könne das Layout fast schon als ein kleines Out`n`Back Layout beschreiben. Wenn man nun einmal quer durch den Bereich zum Eingang gegangen ist, steht man vor einem Felsen, welcher nun zum Eintritt einlädt. Insgesamt wirkt die Gestaltung der Gebäude wie eine Mischung aus der Hobbit und der Toverland typischen Magie-Gestaltung. Im Inneren nun angekommen durchschreitet man einen düsteren und atmosphärischen Gang, der in eine Wendeltreppe führt. Dieser führt einen in höhlenartige Gänge, welche zugegebenen Maße etwas düster sind. Möglicherweise war dies aber auch nur in der Anfangszeit der Fall und man hat mittlerweile nachgerüstet. Folgend gibt es ein kleines Pre-Show-Segment, ehe es ist den letzten Teil der Hauptwarteschlange geht. Davor muss man sich allerdings entscheiden ob man in die Front-Row möchte, oder einen der hinteren Wagen bevorzugt. Bei unserem Besuch (eine Woche nach Eröffnung), war dieses Schild allerdings kaum wahrzunehmen und es fiel auf, dass die Gäste sichtlich irritiert waren.

Wie fast jede B&M Achterbahn, macht auch Fénix optisch einiges her

Nun gelangt man in den schönsten Teil der Warteschlange, einem riesigen Nest inklusive per Screen visualisierte Pre-Show. Auch die Aufteilung für den linken bzw. rechten Flügel folgt nun.
Nachdem man sich nun für eine der beiden Seiten entschieden hat, muss man lediglich noch zahlreiche Treppen besiegen, ehe man im Bahnhof der Achterbahn steht. Hier merkt man das erste Mal, dass wohl die Zeit zum Ende hin ein wenig knapp geworden ist.

Schöne Station, hatte bei unserem Besuch allerdings noch ein wenig Baustellenflair

Nun beginnt aber die Fahrt und eine erste Ernüchterung wartet auf die Fahrgäste. Eine kahle Wellblechhalle, welche die vorher mühsam aufgebaute Stimmung nun leider etwas verfallen lässt. Wie wir aber bereits hörten, soll hier zeitnah nachgerüstet werden – trotzdem für den Moment sehr schade. Durch einen Nebelvorhang hindurch gelangt man nun auf den steilen 40 Meter hohen Lifthill. Eine kurze Rechtskurve mit tollem Ausblick auf den Park und schon gleitet man in den Wing-Coaster typischen Dive-Loop. Nun folgt unser persönliches Highlight des Layouts – ein Camelback mit einer guten Portion Airtime inklusiver einem als Brücke getarntes Head-Chopper Element. Der kraftvolle Immelmann führt den Zug in eine noch kraftvollere bodennahe Helix. Diese Art von G-Kräften sind bei Wing-Coastern bislang eher eine Seltenheit.

Die bodennahe Helix presst die Fahrgäste in die Sitze

Eine Zero-G-Rolle direkt neben dem Camelback, gibt einem nun aber wieder das Gefühl zu gleiten. Ein overbaked-Turn nach links, eine Kurve nach rechts sowie ein weiterer gebankter Turn nach links vollenden das 813 Meter lange, allerdings aufgrund der hohen Durchschnittsgeschwindigkeit recht kurz wirkende, Layout.
Dabei ist Fénix wie die meisten B&M Achterbahnen in den vorderen Reihen sehr ruhig zu fahren. In den hinteren Reihen gibt es allerdings vor allem auf den äußeren Plätzen ein paar Schwingungen zu verzeichnen.

Insgesamt hat sich das Toverland mit Fénix ein echtes Schätzchen in den Park geholt. Zwar istdas Fahrterlebnis relativ kurz, aber dafür nicht ganz so träge wie es bei typgleiche Bahnen oft bemängelt wird. Eine letzte langgezogene Rolle kurz vor der Schlussbremse hätten das Layout noch ein wenig aufgewertet. Da wir leider zum Zeitpunkt unserer Fahrt doch noch ein paar kleine Sachen zu bemängeln haben, wie die Stellenweise unfertige Gestaltung, eine recht verzwickte Ausgangsführung und … müssen wir einen halben Stern abziehen. Nichtsdestotrotz bekommt Fénix dank größtenteils toller Gestaltung, und einem spaßigen Layout 4,5 von 5 Sterne von uns.

Pictures: Copyright Airtimers.com

über den Autor

Andi

Hey Folks!
23 Jahre alt, Rheinländer,
Expert in Food-Technology/Food Inspector

Favorite Places: Walt Disney World & Silver Dollar City

Dabei seit 2012. Zuständig für Facebook und siehe oben

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