Neuheiten – Und immer wieder das alte Spiel

Langsam kommen wir also wieder in den Bereich des Jahres in dem die Freizeitparks der Republik ihre Pläne für das nächste Jahr oder für die nächsten Jahre mehr oder weniger aussagekräftig bekannt geben. Der Heidepark in Soltau oder der Hansa Park in Sierksdorf schießen da derzeit etwas den Vogel ab, in dem sie Andeutungen über neue Fahrgeschäfte machen, die erst in den Jahren 2014 bzw 2015 errichtet werden sollen. Im Phantasialand kann man zumindest schon mal die Art und den Namen der Attraktion für das nächste Jahr erfahren und ein recht detailliertes Modell dieser Wildwasser Attraktion im Park zu bewundern. Und auch im schwäbischen Tripsdrill wurde, wenn auch noch nicht offiziell, nahezu bestätigt, dass ein Coaster der Firma Gerstlauer das Angebot des Parks bereichern soll. Aber diese Beispielen kann man fast schon als die Ausnahme von der Regel nennen, denn alle Betreiber und Mitarbeiter von Freizeit und Themenparks sind normalerweise penibel darauf bedacht, dass ja keine Information über ihre Pläne und Erweiterungen zu früh an die Öffentlichkeit gelangen. Aber warum ist das so? Haben die Betreiber Angst vor jemanden oder etwas, oder ist es einfach nur besser für zukünftige Werbung seine neue Attraktion mit einem großen Knall bekannt zu geben?

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2014 kommt etwas großes und schnelles in die Heide

Es ist sicher eine Kombination aus vielen Dingen die den Damen und Herren des Nächtens den Schlaf rauben. Zum einen darf ja auf keinen Fall ein Mitbewerber zu früh von den großartigen Plänen des Parks erfahren, damit er auf keinen Fall noch auf das Angedachte reagieren kann und zum Anderen möchte man ja auch aus Gründen der Werbung den Zeitpunkt der Bekanntgabe gerne selber bestimmen. Wie man im Beispiel des Movieparks gesehen hat, haben verfrühte Bekanntgaben sogar einige Nachteile. Bei der ein oder anderen Person im Freizeitparkgeschäft könnte man sogar vermuten, dass sie sich in der Rolle des großen Geheimnisträgers dermaßen wohl fühlt, daß es ihm sogar ganz lieb wäre, wenn ein Plan eine lange Zeit das bleibt, was er ist: Ein Plan nämlich.

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Chiapas das neue spritzige Vergnügen in Brühl

Nun ist aber in den letzten Jahren, in denen das Internet für fast jeden zugänglich geworden ist ein Faktor hinzu gekommen der den Hütern der Geheimnisse in nicht ferner Zeit eine Reaktion abverlangt. Denn durch die mittlerweile sehr groß gewordene Gemeinde der Freizeitparkfans, die zudem auch noch eine immer besser werdende Vernetzung zu den Parks und ihren Mitarbeitern pflegt, könnte so manches gut gehütete Geheimnis in Zukunft all zu schnell keines mehr sein. Es soll sogar schon Fälle gegeben haben in denen konkurrierende Unternehmen die Pläne von Mitbewerbern, die sie erhalten haben, an Fans und Freizeitparkfreunde weitergeleitet haben und sich sicher diebisch gefreut haben als diese dann zeitnah in Internetforen zu lesen waren. Aber das sind natürlich nur unbestätigte Gerüchte. Wie werden nun die Parks auf diese neue und scheinbar nicht zu kontrollierende Gefahr reagieren? Die Hüter des geheimen Schatzes könnten natürlich so weiter machen wie immer, würden sich dann aber der Gefahr aussetzen, daß ihre Geheimhaltung am Ende nur noch eine reine Fassade ist, und sie nur noch vermeintlich bestimmen wann welche Information an die breite Öffentlichkeit gelangt. Ein weiterer Weg wäre die Geheimhaltung nochmals deutlich zu verschärfen und mit technischen, rechtlichen, und finanziellen Mitteln dem Problemfall Fan zu Leibe zu rücken, wobei der gute Ruf des jeweiligen Parks doch arg leiden könnte und ein Durchsickern der heißen Informationen immer noch nicht ganz aus zu schließen wäre. Man könnte auch mit völlig offenen Karten spielen, und seine Neuheiten so früh wie möglich lauthals in die Welt posaunen, was wir aber für die deutlich schlechteste Alternative halten würden, denn wenn wir ehrlich sind lieben wir doch alle genau dieses spekulieren und erraten von neuen Attraktionen die uns in Zukunft erwarten mögen. Daher unser Fazit: Manchmal ist weniger wissen einfach mehr!

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