Parkitect – Wie aus einem Experiment ein ganzes Spiel entstand

Pebble-Smartwatches, bezahlbare 3D-Drucker, das Head-Mounted Display Oculus Rift, mehrere Kinofilme, sowie unzählige Computerrollenspiele. Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist ohne Zweifel ein Ort schier unglaublicher Ideen und Menschen mit bemerkenswerten Ambitionen. Seit das Start-Up-Unternehmen mit Sitz in New York 2009 online gegangen ist, wurde bereits über eine Milliarde US-Dollar auf dem Portal gesammelt. Das Prinzip der Webseite ist schnell erklärt: Personen aus den USA, Kanada und Großbritannien stellen bei Kickstarter einem globalen Publikum ihre Projekte vor und versuchen über die Seite Geld für ihr Anliegen zu gewinnen. Dabei gehen die Finanzierer aber nicht leer aus, je nach Höhe des gespendeten Betrags warten vom Projekt abhängig unterschiedliche Belohnungen auf die Unterstützer. Das Geld wird aber nur dann abgebucht, wenn ein zuvor festgelegtes Mindestkapital erreicht wurde. Ein wenig ärmer sind inzwischen alle Unterstützer der erfolgreichen Parkitect-Kampagne auf Kickstarter. Statt den angesetzten 50.000, sind fast 64.000 kanadische Dollar für das in der Entwicklung befindliche Freizeitparksimulationsspiel zusammen gekommen.

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Simpel, schlicht und schwarz weiß blau – so präsentiert sich das Logo von Parkitect!

Und angefangen hat alles mit Sebastian Mayer aus Vancouver, einem technikbegeisterten Programmierer und Computerspiel-Enthusiast. Seine andere große Leidenschaft ist die Liebe zu Freizeitparks und Achterbahnen. Durch ein Experiment, bei dem er wissen wollte mit wie viel Erfolg er ein funktionierendes Coasterbautool erstellen könnte, entstand die Grundlage zu Parkitect. Seitdem hat sich das Tool in eine handfeste Simulation weiterentwickelt und soll bereits im August beziehungsweise September diesen Jahres für alle Interessierten spielbar sein.

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Die kunterbunte Cartoonwelt überzeugt mit Charme und Detailverliebtheit – Anklicken zum Vergrößern!

Da so ein großes Projekt nicht allein umzusetzen ist, setzte Mayer auf zwei hilfsbereite Kollegen. Der gut befreundete Garrett Randell ist ebenfalls Programmierer, hat jedoch 3D/2D-Animation studiert und steuerte fortan alle graphischen Teile zu dem Projekt bei. Gordon McGladdery, der Dritte im Bunde, ist erst später zur Spielentwicklung hinzugestoßen und beliefert Parkitect mit den richtigen Soundeffekten und Musikstücken. Eine erste Kostprobe gibt es davon auch bereits auf dem Soundcloud-Channel des Spieles.

Bei der Hülle und Fülle an Freizeitpark- und Achterbahnsimulatoren auf dem Markt, stellt sich einem natürlich die Frage wie dieses kleine, ursprünglich hobbymäßig entwickelte Spiel bestehen will. Doch vor allem die Details werden Parkitect zu einem Publikumsliebling machen, denn der Fokus des Spiels liegt auf der Wirtschaftlichkeit der eigenen Parks. Shops, denen die Ware ausgeht, fehlerhaft geplanter Mülltransport und unmotivierte Mitarbeiter sind nur ein paar der vielen Faktoren, die den Unterschied zwischen Erfolg und Untergang des Freizeitparks ausmachen. Hier steht also im Vergleich zum Branchenprimus Rollercoaster Tycoon, der ebenfalls im Herbst 2015 mit RCT World einen neuen Ableger der Serie veröffentlicht (Wir berichteten), die Realität noch mehr im Mittelpunkt, als nur das reine Vergnügen.

Wir finden, dass Parktitect genau das Freizeitparkspiel werden könnte, dass seit Rollercoaster Tycoon 2 sehnlichst erwartet wird. Ein ordentliches Spiel um möglichst realitätsnah den eigenen Traum von Achterbahnen und Freizeitparks zu verwirklichen. Ausnahmsweise dann auch mal mit Müllabfuhr, Transportwegen und mies gelaunten Entertainern.

Pictures: Copyright Parkitect

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