Pripyat Vergnügungspark Ukraine – Der traurigste Freizeitpark der Welt

Freizeit- und Themenparks sind neben ihrem wirtschaftlichen Nutzen für die Betreiber vor allem für die Kurzweil und für das Vergnügen ihrer Besucher bekannt und beliebt. Dem kleinem Freizeitpark in der Ortschaft Pripyat blieben für dieses Ziel leider nur wenige Stunden Zeit, bevor er seine Tore für wohl immer schließen musste. Was war passiert?

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So traurig sieht es heute im Freizeitpark Pripyat in der Ukraine aus.

Der 1. Mai des Jahres 1986 sollte ein ganz besonderer Tag für die kleine Gemeinde Pripyat in der Ukraine werden, denn neben den Maifeierlichkeiten sollte auch der Pripyat Vergnügungspark zum ersten Mal seine Tore für Besucher öffnen. Die Straßen des Ortes waren auf Hochglanz poliert worden und im Park sowie in der Ortschaft selber strahlten die Dekorationen für diesen großen Tag um die Wette. Dem geneigten Leser sollte aber schon aufgrund der Einleitung zu diesem Artikel klar sein, dass alles anders kam. Am 26. April 1986 explodierte im nur wenige Kilometer entfernten Tschernobyl ein Kernreaktor und sorgte so für jene unbeschreibliche Katastrophe, die den meisten von uns wohl noch zu gut in Erinnerung geblieben sein dürfte.

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Das Riesenrad von Pripyat gilt heute als Mahnmal der Katastrophe.

Einen Tag nach der Tschernobyl-Katastrophe entschloss sich die Bezirksregierung der Region dazu, den Freizeitpark für Besucher zu öffnen, um den Menschen etwas Ablenkung von den Ängsten und Gefahren der Katastrophe zu verschaffen. Doch nach nur wenigen Stunden, in denen das Riesenrad des Parks sowie ein Autoscooter und ein Fallschirmturm zumindest für das ein oder andere vorsichtige Lächeln in den Gesichtern der Besucher gesorgt haben dürfte, kam der Befehl, die Ortschaft endgültig zu evakuieren.

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Nur für wenige Stunden durften die Besucher ihren Spaß auf diesem Scooter haben.

Noch heute gilt die Ortschaft Pripyat und ganz besonders das Riesenrad als eines der eindrücklichsten Mahnmale für die nukleare Katastrophe von Tschernobyl. Soldaten und Fotografen haben es sich zur Angewohnheit gemacht, Plüschtiere und Teddys als Zeichen der Trauer im Riesenrad zu platzieren. Wir sind in Gedanken bei ihnen und hoffen, dass wir nie wieder über so einen traurigen Freizeitpark berichten müssen.

Bildquelle: Flickr. User kvitlauk

4 Kommentare

  1. Tobe sagt:

    “…strahlten die Dekorationen für diesen großen Tag um die Wette…”

    Solche blöden Wortspielerein kann man sich bei dem Thema schon sparen!

    airtimers halt…

  2. Stefan sagt:

    Mit großem Tag die Explosion zu meinen und nicht den Tag, wo sie eröffneten grenzt aber auch schon an schelchten Witz von dir oder? :D Das war sicher nicht beabsichtig ;)

  3. sofabesetzer sagt:

    Wie man in eine geschmacklose Richtungen überhaupt nur denken kann ist mir gelinde gesagt ein Rätsel. Mir als Autor des Artikels ist bei der Wortwahl nämlich in keiner Sekunde auch nur der Zusammenhang bewusst gewesen. Die von dir als Kommentar getarnte Peinlichkeit zeigt aber sehr schön den Sinn und zweck deiner Wortmeldung.

    Solltest du Fragen oder Anregungen zu meinem Text hier haben , kannst privat kontaktieren. Mailadresse sollte ja zu finden sein!

    Gruß:
    Andreas

  4. Chrisi sagt:

    ich kann für das ganze Airtimers Team sprechen und möchte mich von diesen Vorwürfen ganz klar distanzieren, ich kann dir garantieren, dass dieser Satz sicherlich nicht mit einem solchen Hintergedanken formuliert wurde, schon gar nicht böswillig oder absichtlich.