Schreck-Check 2013: Fort Fear Horrorland, Fort Fun Abenteuerland

Wir kommen nun zu unserem letzten Teil der Schreck-Check Reihe, oder zumindest zum letzten Teil der deutschen Horror-Events. Die Rede dabei ist natürlich vom Fort Fear Horrorland, welches dieses Jahr bereits zum fünften Mal stattfindet! Dieses Event ist ganz im Zeichen von Jackie Moon und deren Puppen aufgezogen, doch in diesem Jahr scheint sich daran etwas zu ändern, denn die Puppen drehen den Spieß um und lassen ihre Herrin an der Leine zappeln. An insgesamt vier Tagen verwandelt sich das Fort Fun zum Fort Fear Horrorland und ladet wagemutige Gäste zum familientauglichen Gruseln ein. Neben dem Eintritt ins Fort Fun selbst, fallen noch jeweils weitere 4€ für die beiden Mazes „Vorgeführt“ und „Der Wald“ an. Das Gelände zum Event befindet sich teils in der Westernstadt und teils auf einem extra Gelände daneben. Doch genug allgemeines, nun geht’s an die einzelnen Punkte!

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Toller Blick auf das Riesenrad in der Warteschlange zu “Vorgeführt”.

Street/Atmosphäre
Aufgrund seiner außergewöhnlichen Lage, hat das Fort Fun Abenteuerland von Grund auf ein gewisses Flair, welches im Dunkeln noch einmal schauriger zur Geltung kommt. Weitere wichtige Elemente für eine tolle Atmosphäre, sind mehrere Feuerstellen, sowie brennende Holzblöcke, die einem den Weg zum Maislabyrinth weisen. Doch nicht nur das dicht bewaldete Umland macht die Atmosphäre des Horrorlandes aus, auch stimmungsvolle Musik, welche leider nur an gewissen Stellen zu hören ist, und der allseits beliebte Nebel, leisten einen großen Teil dazu bei, dass der Spannungsbogen vor den Mazes kontinuierlich ansteigt. Die Monster auf der Straße, von denen es leider viel zu wenige gibt, halten gerne mal ein Gespräch mit einem, oder jagen ängstliche Besucher durch den halben Park. Insgesamt ist hier sicher noch ein wenig Luft nach oben, doch die Basis, vor allem dank der unzähligen Feuerstellen, ist gegeben.

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Mystische Beleuchtung setzt tolle Akzente im Park!

Extras
Bei den Extras braucht sich das Fort Fear Horrorland keinen falls vor anderen Events zu verstecken. Neben ausgewählten Attraktionen, welche teilweise bis 22 Uhr geöffnet haben, ist das Highlight die Illusionsshow – Die Rache der Puppen. In dieser Show wird die Geschichte der letztjährigen Show fortgesetzt, wobei die Puppen den Spieß diesmal umdrehen und sogar so weit gehen, dass zumindest ihre Herrin körperlich, Wort wörtlich verschwindet. Ob dies allerdings das Ende von Jackie Moon war, bleibt bis zum kommenden Event abzuwarten, denn so leicht lässt sie sich sicherlich nicht „vorführen“. Die Show bietet einen großen Unterhaltungswert, auch wenn die ganz großen Tricks auf der etwas kleinen Bühne nicht vorgeführt werden können, ist sowohl Story, als auch Abfolge der Show sehr gelungen. Eine persönliche Empfehlung von uns ist eine nächtliche Fahrt mit dem Alpine-Coaster „Trapper Slider“, der dank seiner fantastischen Lage, mitten im Wald, im Dunkeln besonders thrillig ist.

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Die Illusionsshow "Rache der Puppen" begeistert durch kleine aber feine Tricks.

Mazes
Wie bei jedem anderen Halloween-Event, sind auch im Fort Fear Horrorland die Grusel-Labyrinthe das absolute Highlight. Das Fort Fun bietet davon gleich drei Stück, sowie ein Mais-Labyrinth, in dem sich abends zusätzlich ein paar Scare-Actors tummeln. Als erstes nehmen wir das Maze in der Westernstadt des Parks, „TRAUMAtisiert“, unter die Lupe. In dieser Maze, welche bereits ab zwölf Jahren empfohlen ist und im Eintrittspreis inklusive ist, begegnet man den Alpträumen von Jackie Moon. Nachdem man vom “Empfangspersonal” in ziemlich kleine Grüppchen von höchstens vier Personen hereingebeten wird, kann der Grusel auch schon beginnen. Innerhalb von “Traumatisiert”, begeistern enge Gänge, eine gute Thematisierung und einige schöne Schock-Effekte. Was das Maze allerdings ausmacht, sind die zahlreichen Hindernisse, bei denen man durchaus mal etwas klettern muss. Weniger klettern, eher den Weg suchen, muss man im Mais-Labyrinth, bei dem gerne einmal die eine oder andere Vogelscheuche aus den zwei Meter hohen Mais-Pflanzen springt. Doch auch im Hellen kann man das Labyrinth bereits besuchen, wem das zu langweilig ist, kann sich mit einem Quiz die Zeit vertreiben.

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Gruselige Gestalten treiben im Maislabyrinth ihr Unwesen!

Direkt neben dem Mais-Labyrinth, befindet sich das neue Maze „Vorgeführt“. Hier haben die Puppen das sagen, und lassen den Besucher spüren, was es heißt am Faden zu hängen. Dank der stellenweise herausragenden Gestaltung und äußerlich spezieller Schock-Momente ist hier zumindest ein Zusammenzucken garantiert. Insgesamt sind hier, vor allem dank vieler einzigartiger Effekte, die 4€ extra Kosten gerechtfertigt. Zu guter Letzt gibt es noch das Outdoor-Maze „Der Wald“, welches ebenfalls 4€ zusätzlich kostet. Das Besondere dabei ist auf jeden Fall die Location, denn das Maze heißt nicht nur „Der Wald“, sondern führt über einen, etwas weniger als ein Kilometer langen Weg, durch Selbigen. Alleine dies sorgt schon für eine schaurig schöne Grundatmosphäre. Wenn man nun noch den gruseligen Märchenfiguren, die überall auf dem Weg verteilt auf ahnungslose Wanderer warten, im düsteren Wald begegnet, ist der Grusel perfekt. Dank einer beeindruckenden Länge, der einzigartigen Atmosphäre und dem gut umgesetzten Thema, sicherlich das Highlight des Events.

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Das Fort Fear Horrorland ist schon längst kein Geheimtipp mehr!

Das Fort Fear Horrorland braucht sich schon lange nicht mehr vor anderen Events zu verstecken. Alleine das reichhaltige Angebot, mit drei Mazes, welche alle ungefähr auf selbem Qualitätsniveau sind, einer sehr unterhaltsamen Show, sowie einem Mais-Labyrinth, sprechen für ein herausragendes Event. Da der Horror-Faktor auf den Straßen, aufgrund der fehlenden Masse an Monstern noch höher sein könnte ist, das Preis-/Leistung Verhältnis aber sehr gut ist, erhält das Fort Fear Horrorland 4 von 5 Kürbissen von uns!

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Bilder: Bild 1-3 - Andreas Weber / Airtimers.com; Bild 4&5 - Fort Fear / Sabrina Voss

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