Sleepy Hollow und der kopflose Reiter kehren 2015 zurück nach Europa

Wir blicken 200 Jahre zurück in die amerikanischen Unabhängigkeitskriege. Der Geist eines hessischen Söldners entsagt sich seines Todes und verlangt Gerechtigkeit für die Gefallenen des Krieges. Durch den Tod mit Abtrennen des Kopfes und dessen Inbesitznahme, weist er auf seine Blutspur hin: Der Reiter ohne Kopf oder Headless Horseman wie er in Amerika genannt wird, treibt sein Unwesen. Und dabei sucht er doch nur seinen eigenen, verloren gegangenen Kopf.
Diese Geschichte, die vielen durch die berühmte Verfilmung aus 1999 von Tim Burton mit Johnny Depp in einer der Hauptrollen bekannt sein dürfte, ist eine der berühmtesten amerikanischen Geschichten und stammt aus der Feder von Washington Irving. Doch ist diese Erzählung nur ein Teil von vielen, heißt das Buch im deutschen doch „Die Sage von der schläfrigen Schlucht“. Und diese Schlucht kennt noch mehrere Geschichten – und genau diese werden jetzt im gemütlichen, wunderschönen walisischen Oakwood Theme Park zu einem neuen Parkteil verbaut.

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Das zukünftige Logo (anklicken zum vergrößern)

Im Rahmen des Besuchs von Tourismusministerin Edwina Hart gab der Park vor wenigen Tagen bekannt, dass die eigentlich für Sommer 2014 geplante Attraktion erst in der neuen Saison eröffnen wird. Ein ausschlaggebendes Element für den neuen Themenbereich wird der – ebenfalls aus Film und Geschichten – bekannte Tree of the Dead sein, in wie weit er aber selbst zu einer Attraktion wird, ließ das Management noch nicht durchsickern. Was allerdings feststeht, ist, dass die Hauptattraktion für zwei Millionen Pfund (2,5 Mio. Euro) eine moderne Geisterbahn wird. Hier wurde angedeutet, dass es sich um eine “Multi(ple)” Attraktion handelt. Auf Grund der vielen möglichen Übersetzungen und Interpretationsmöglichkeiten kann man also davon ausgehen, dass es sich nicht um eine billige Standardgeisterbahn handelt, sondern hier andere Präferenzen gelegt werden. Ob man jetzt hier von multiplen Ansichten, Attraktionen, Fahrprogrammen oder mehrfach fahrbaren Erlebnissen ausgehen kann, wird sich 2015 zeigen.

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Geplant war die Erweiterung bereits für dieses Jahr, wie der aktuelle Parkplan verrät

Dass man schon in der Vergangenheit auf neue, nicht bekannte Fahrsysteme und Attraktionen zurückgegriffen hat, beweist der Park mit seinem großen und weiten Portfolio an Fahrgeschäften. Allein mit Drenched, der mit 31 Metern höchsten Wasserbahn Europas von Intamin, oder Megafobia, die sich sechs Jahre lang nach ihrer Eröffnung 1998 in den weltweiten Top Ten der Holzachterbahnen halten konnte, ist der Park einen Besuch wert. Aber auch mit vier weiteren Achterbahnen, unter anderem Speed: No Limits, dem ersten 97° Euro-Fighter von Gerstlauer für Großbritannien, und über 40 weiteren Attraktionen, ist der Park einmalig in Wales und ein überregionaler Tourismusmagnet. Und dieser soll bis 2020 um weitere zehn Prozent wachsen, so die Parkverantwortlichen Sue Elaiho und David Soriano. Dafür ist man mit dem altdeutschen, hessisch-kopflosen Reiter sicher auf dem besten Weg.

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Parkbetreiber und Tourismusministerin vor der bekannten Skull Rock-Wildwasserbahn des Parks zum gemeinsamen Fototermin

Fotos (c) Oakwood Theme Park

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