Spreepark Pläntnerwald – Werden Wickie, Maja und Tabaluga bald Berliner?

Die berühmte Gerüchteküche brodelt ja schon einige Zeit fröhlich vor sich hin, und in der jüngeren Vergangenheit ist wieder ordentlich Dampf unter dem Kessel, denn vor ca. zwei Wochen waren Vertreter der belgischen Plopsa-Gruppe im Bauamt von Treptow-Köpenick, das für die Planung auf jenem Gelände des ehemaligen Spreeparks in Berlin zuständig ist, zu Gast. Das es sich dabei nicht um einen Besuch gehandelt hat, um sich über die Sehenswürdigkeiten von Treptow zu informieren, muss wohl nicht extra betont werden. Bis zu diesem Punkt ist die ganze Angelegenheit noch ein Gerücht, welches kaum einer Meldung wert wäre. Nun gibt es aber noch zwei weitere Fakten, die den geneigten Freizeitparkfreund zumindest aufhorchen lassen. Zum einen hat Plopsa-Chef Steve van den Kerkhof schon vor einiger Zeit angekündigt, dass der Konzern, welcher schon erfolgreich drei Freizeitparks in Belgien, einen in den Niederlanden und seit 2010 den Holiday-Park in Haßloch betreibt, weitere Parks in Deutschland erwerben und betreiben möchte. Der zweite Punkt, der aus dem reinen Gerücht zumindest eine diskussionswürdige Meldung macht, ist das Wissen, dass die Stadt Berlin das auf 65 Jahre abgeschlossene Erbbaurecht im nächsten Jahr gerne zwangsversteigern möchte.

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Schon bald könnte der wüste Spreepark in neuem Glanze unter Plopsa erstrahlen.

Denjenigen unter euch, die nun aber gleich zum Kühlschrank gehen möchten, um sich vor lauter Freude eine Flasche Sekt zu köpfen, sei gesagt, dass die Option, Plopsa als neuen Betreiber für den Spreepark zu gewinnen, nur eine von vielen ist, und aus unserer Sicht noch nicht einmal die Realistische. Der Baustadtrat von Treptow-Köpenick, Rainer Hölmer (SPD), hält es sogar für möglich, dass das Land mitbieten könnte: „Wenn der erste Termin beim Amtsgericht erfolglos bleibt, kann die Summe beim zweiten Mal bis auf bis zu 50.000 Euro heruntergesetzt werden”, sagte er gegenüber der Presse. Auch andere Bieter sind für das Gelände zwischen der Insel der Jugend und dem Plänterwald mehr als wahrscheinlich, da bei einer Zwangsversteigerung das Gelände wohl zu einem recht günstigen Preis zu bekommen wäre, und auch die Altlasten und Schulden keine Rolle mehr spielen würden. Das Einzige, was zurzeit sicher scheint, ist das auf dem Gelände des Freizeitparks keine Wohnungen oder Häuser entstehen werden, denn diese seinen nach der Aussage von Baustadtrat Hölmer auf dem Gebiet zu keinem Zeitpunkt vorgesehen gewesen und daran würde sich wohl auch nichts ändern. Wie nun aber auch immer die Zukunft des Spreeparks aussehen mag, ob mit Plopsa oder ohne, ob mit Freizeitpark-Nutzung oder eben nicht: es ist einfach schön, mal wieder etwas Hoffnung zu haben, dass im Plänterwald bald doch noch etwas passieren könnte, denn nichts ist für einen Freizeitparkfan schwerer zu ertragen, als ein Park der langsam vergammelt und verrottet.

Picture: Copyright Spreephoto.de

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