{"id":24442,"date":"2014-06-25T18:57:51","date_gmt":"2014-06-25T16:57:51","guid":{"rendered":"http:\/\/airtimers.com\/?p=24442"},"modified":"2014-06-25T18:57:51","modified_gmt":"2014-06-25T16:57:51","slug":"technische-tucken-grosanlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/airtimers.com\/en\/technische-tucken-grosanlagen\/0024442\/","title":{"rendered":"Schneller, h\u00f6her, weiter: technische T\u00fccken bei Gro\u00dfanlagen"},"content":{"rendered":"<p>Wir alle lieben sie, die technischen Errungenschaften im Freizeitparkgewerbe: Tower of Terror, Kingda Ka oder Valhalla. Wenn also der Fahrstuhl den Schacht verl\u00e4sst und quer durch den Raum f\u00e4hrt, ist das eine super Sache, da es verbl\u00fcfft und unerwartet kommt. Kingda Ka schie\u00dft seine Insassen mit bis zu 206 km\/h auf bis zu 139 Meter H\u00f6he. Der Absolute Thrill? Sicherlich. Und zu guter Letzt, um noch auf einen anderen Typos Attraktion einzugehen, gibt es da den Darkride Valhalla im britischen Blackpool, der mit unz\u00e4hligen Effekten gl\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Werfen wir aber mal einen genaueren Blick auf diese Anlagen und gro\u00dfe technische Herausforderungen, die dahinter stecken. Die Kabine im Tower of Terror, wie man die Attraktion beispielsweise aus Orlando kennt, bewegt sich anfangs nur vertikal, was einem typischen Fahrstuhl gleich kommt. Kurz vor dem Finale jedoch, verl\u00e4sst die Kabine den Fahrstuhlschacht und bewegt sich scheinbar von geisterhand quer durch einen Raum. Damit soll die Ankunft in der Twilight Zone dargestellt werden. Im gegen\u00fcberliegenden Teil des Turms muss die Kabine wieder einklinken, bevor die Fahrt mit mehreren St\u00fcrzen ihren H\u00f6hepunkt findet. Es ist eben jenes aus- und wieder einklinken, das die Fahrt so komplex macht. Wenn die Kabine also durch die Twilight Zone f\u00e4hrt, darf sie keinen Millimeter in ihrer Spur abweichen. Sollte dies dennoch passieren, greift ein Sicherheitsprotokoll und die Fahrt wird unterbrochen. Zu gro\u00df w\u00e4re die Gefahre, dass es Probleme beim Einklinken gibt. Ein Techniker wird dann n\u00f6tig und die Fahrg\u00e4ste m\u00fcssen die Treppe nehmen. Kommt selten vor? Sicher nicht, dass es gerade einem selbst passiert, d\u00fcrfte eher unwahrscheinlich sein, aber diese Sicherheitsstops kommen regelm\u00e4\u00dfig vor, wie etwa in nachfolgendem Video zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/cvjsSeKYy-M\" height=\"267\" width=\"475\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was hier sicherlich f\u00fcr gro\u00dfe Ern\u00fcchterung gesorgt haben d\u00fcrfte, hat sich bei der Achterbahn <em>Kingda Ka<\/em> schon zu einem Kult entwickelt. Schafft es der Zug nicht \u00fcber den H\u00fcgel, kommt es zu einem sogenannten <em>Rollback<\/em> und der Zug st\u00fcrzt r\u00fcckw\u00e4rts in die Tiefe. Im Schnitt kommt es einmal t\u00e4glich dazu. Nat\u00fcrlich ist die Technik auch auf diesen Fall vorbereitet und stoppt den Zug ab, bevor etwas passieren kann. Aber wie kommt es eigentlich dazu? Beim Aufw\u00e4rmen der Motoren, etwa bei den ersten, morgenlichen Testfahrten, ist ein Rollback sogar v\u00f6llig normal. Sp\u00e4ter sollte das nicht mehr vorkommen. Jedoch k\u00f6nnen verschiedenen Wettersituationen zu mehr Reibung f\u00fchren oder es herrscht Gegenwind. In diesen Situationen wird ein Rollback wahrscheinlicher. Es wird zumindest klar, dass eine noch so ausgereifte Technik nicht daf\u00fcr sorgen kann, dass der Zug immer, mit einer Quote von 100%, den H\u00fcgel passiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/CHnlRFkakYc\" height=\"356\" width=\"475\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei der Attraktion\u00a0<em>Vallhalla<\/em> wiegt der Fall etwas anders. Vermutlich f\u00e4llt es den meisten G\u00e4sten nicht einmal auf. Der Dark Ride verf\u00fcgt \u00fcber unz\u00e4hlige kleine und gr\u00f6\u00dfere Effekte und geh\u00f6rt zu einem der Besten der Welt. Jedoch gibt es nur wenige Fahrten, bei denen wirklich alle Effekte im Einsatz \u00a0sind. Das hat weniger etwas mit Sparma\u00dfnahmen zu tun sondern viel mehr damit, dass bei den vielen Effekten auch immer wieder mal etwas nicht funktioniert. Es ist also ein st\u00e4ndiges Austauschen und Reparieren von technischen Accessoires. Viele kennen das sicherlich auch aus deutschen Attraktionen, wenn sich etwa einer der Piraten im Europa-Park nicht mehr bewegt. Zugegeben, hier handelt es sich noch um relativ einfache Mechanik, die ein hohes Ma\u00df an Zuverl\u00e4ssigkeit verspricht. Aber mit zunehmenden technischen Fortschritt und massiven Einsatz eines jenen gleichen, kommt es auch immer wieder mal zu Problemen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch die Winja&#8217;s im Phantasialand bleiben gerne mal stecken. Jetzt fallen dem achterbahnbegeisterten Leser sicherlich einige M\u00f6glichkeiten ein, wo das genau passieren k\u00f6nnte. Etwa im Aufzug, oder auf den kippenden Schienen. Aber es sind dann oft die ganz einfachen Dinge: Zum Abschluss der Fahrt m\u00fcssen die Gondeln so gedreht werden, dass man wieder normal ein- bzw. aussteigen kann. Das geschieht mittels einer Leitplanke, die die Gondeln bei geringer Geschwindigkeit dreht. Eben diese geringe Geschwindigkeit kann dann schon mal zum Problem werden und der Wagen bleibt h\u00e4ngen. Auch hier muss dann wieder ein Techniker ran und ganz pragmatisch den Wagen mit Muskelkraft weiter schieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch mit Blick auf den <em>Holiday Park<\/em> l\u00e4sst sich hier so manche Anekdote erz\u00e4hlen. <em>Expedition GeForce<\/em>\u00a0musste beispielsweise mehrmals am Tag evakuiert werden, weil der Zug auf dem Lifthill stecken geblieben ist. Das klingt dramatischer als es war und die Panne ist simpler als man denkt. Der Motor war schlicht und ergreifend kaputt. Nicht mehr und nicht weniger ist daf\u00fcr verantwortlich, dass ein Achterbahnzug nach oben gezogen werden kann.<br \/>\nAuch l\u00e4sst sich immer wieder beobachten, dass die Gondeln des Free Fall Towers \u00a0nicht ausgeklinkt werden k\u00f6nnen und dann im Schneckentempo nach unten fahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei all den Kleinigkeiten l\u00e4sst sich aber sagen, dass immer wieder Sicherheitssysteme gegriffen haben und man dann von dem spricht, was man allgemein unter &#8220;Technischer St\u00f6rung&#8221; versteht. Sicherlich ist das nervig f\u00fcr den Besucher, aber bei aller Begeisterung sollte man doch nicht vergessen, dass es sich um immer komplexer werdende, technische Anlagen handelt, bei denen es lieber einen sicherheitsbedingten Stop mehr als weniger geben sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Lasst uns in den Kommentaren wissen, wo und wieso eine Fahrt bei Euch unerwartet gebremst wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bild: doppel-looping.de<\/p>\n<fb:like href='https:\/\/airtimers.com\/en\/technische-tucken-grosanlagen\/0024442\/' send='false' layout='standard' show_faces='true' width='450' height='65' action='like' colorscheme='light' font='lucida grande'><\/fb:like>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir alle lieben sie, die technischen Errungenschaften im Freizeitparkgewerbe: Tower of Terror, Kingda Ka oder Valhalla. Wenn also der Fahrstuhl den Schacht verl\u00e4sst und quer durch den Raum f\u00e4hrt, ist das eine super Sache, da es verbl\u00fcfft und unerwartet kommt. 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