Spiele & Filme Verschiedenes

Freizeitpark-Spaß bequem von der Couch – Planet Coaster: Console Edition im Test

verfasst von Airtimers VIP

Das Winterwetter und die andauernden Lockdown-Maßnahmen lassen viele Leute aktuell bereits von ihrem nächsten Urlaubstrip träumen. Beliebte Reiseziele waren 2020 trotz konsequenter Hygienevorschriften und Reiseeinschränkungen die europäischen Freizeit- und Themenparks. Ob man ab Ende März 2021, wie es die meisten deutschen Freizeitparks bislang angekündigt haben, wieder vor Ort mit Achterbahnen und Co. fahren kann, wird sich wahrscheinlich erst kurz vor den Eröffnungsterminen final klären.
Eine gute Beschäftigung bis dahin waren schon immer diverse Computerspiele, die den Spielern versprechen, ihre eigenen Traumparks und -attraktionen zu bauen und zu verwalten. Das Angebot für PC-Spieler ist riesig, egal ob man eher der nostalgische Typ (RollerCoaster Tycoon), der hyperrealistische Typ (No Limits 2), ein Casualgamer (Parkitect) oder ein bisschen von allem ist (Planet Coaster). Häufig scheitert es aber an der nötigen, technischen Grundausstattung, um die Spiele flüssig und in schöner Grafik zum Laufen zu bekommen. Eine Abhilfe für dieses Problem könnte die im November 2020 erschienene Planet Coaster: Console Edition sein.

Den Traumfreizeitpark selbst gestalten – bequem von der Couch!

Das Spiel erschien auf den Hauptkonsolen der letzten Generation (PS4 und Xbox One) sowie auf den ebenfalls im November veröffentlichten Next-Gen-Konsolen (PS5 und Xbox Series X/S). Für unseren Test haben wir die Variante für die PlayStation 5 ausgiebig angespielt. Des Weiteren wurden für die Console Edition bereits vier der von der PC-Version bekannten DLC-Pakete veröffentlicht: Classic Rides und Magnificent Rides als Teil der Deluxe Edition, sowie das Spooky und Adventure Pack, die entweder einzeln oder als Bundle dazugekauft werden können.

Mit dem Adventure Pack steht einer spannenden Dschungel-Expedition nichts mehr im Weg!

Dank dem Spooky Pack werden (Alb-)Träume wahr!

Gut bewährtes Prinzip
Das Spielprinzip unterscheidet sich nicht groß von anderen Freizeitparksimulationen. Man errichtet Achterbahnen und Fahrgeschäfte, Shops und Servicegebäude, sowie Natur und Szenerie, damit die virtuellen Parkgäste möglichst glücklich sind. Dazu tragen auch Parkmitarbeiter wie Verkäufer, Putzkräfte, Mechaniker und Entertainer wesentlich bei, die einzeln verwaltet werden können. Mit Marketing können weitere Besucher angelockt werden und durch Investitionen in Forschung können neue Attraktionen und Läden freigeschalten werden.

Wodurch Planet Coaster bereits seit 2016, als die Version für PC erschien, Freizeitparkfans begeistern kann und sich von der Spielekonkurrenz unterscheidet, sind die wirklich umfangreichen Szenerie- und Achterbahneditoren. Praktisch grenzenlos können Szenerieobjekte miteinander kombiniert werden, um neue Gebäude entstehen zu lassen. Ähnlich vielfältig können neue Achterbahnen erstellt werden,wobei die weniger begabten Spieler auf eine große Menge an vorgebauten Inversionen und Elemente zurückgreifen können.
Ist man besonders stolz auf die eigenen Kreationen können diese mit ein paar Klicks auf den Konsolen spezifischen Workshop hochgeladen werden. Dort können entsprechend auch unzählige Bauwerke und Achterbahnen von anderen Spielern heruntergeladen und in den eigenen Parks eingesetzt werden. Ein regelmäßiger Blick in den Workshop lohnt sich.

Bekannte Probleme noch vorhanden
Wer Planet Coaster bereits auf einem Computer gespielt hat und hofft, dass die Console Edition die bekannten Probleme gelöst hat, wird leider enttäuscht sein. Das Management-System hat weiterhin keinen bedeutsamen Einfluss auf das Spiel, Gäste sind zu leicht zufrieden zu stellen und das größte Ärgernis, das fummelige Pfadsystem, ist mit einem Controller noch schwieriger zu bezwingen.

Einen schönen Weg zu bauen ist schwieriger als man möchte!

Wir hätten uns gewünscht, dass das Entwicklerstudio Frontier Developments, ein paar Optimierungen des Gameplays vorgenommen hätte, wie zum Beispiel Heatmaps um auf Verschmutzungen aufmerksam zu machen oder die Vereinfachung des Wegebauens.
Ein neuer Kritikpunkt, der vor allem die Spieler auf den alten Konsolen betrifft, ist das eingebaute und unumgängliche Objektlimit, der sogenannte Oswald-Eugene-Zähler. Dieser verhindert, dass in einem Park, der 100% Auslastung erreicht hat, keine weiteren Attraktionen oder Theminggegenstände mehr platziert werden können. Auf der neuesten Konsolengeneration kann immerhin etwa ein Drittel mehr gebaut werden und zumindest in unserem Test auf der PS5 ist uns der Zähler erst dann begegnet, wenn wir ohnehin schon längst zufrieden waren mit unseren Parks. Es gilt also lieber kleine detailreiche Parks, anstelle von Megaparks mit zahlreichen Achterbahnen und Fahrgeschäften zu bauen.

Ein Park mit 100% Auslastung auf der PS4 bzw. Xbox One-Konsole

Der gleiche Park mit 100% Auslastung auf der PS5 bzw. Xbox Series X/S-Konsole

Fazit

Uns konnte Planet Coaster: Console Edition vollends überzeugen und wir finden, dass es eine ideale Umsetzung des PC-Spiels ist. Das Bauen mit einem Controller funktioniert erstaunlich gut, eine Maus und Tastatur kann jedoch ebenso angeschlossen werden. Die Einbindung eines Workshops wertet das Gameplay immens auf und unterstützt vor allem die Spieler, die sich von dem grenzenlosen Baumodus eingeschüchtert fühlen. Leider entgehen den Spielern aufgrund der strikten Trennung vonPlayStation-, X-Box- und PC-Workshops viele großartige Objekte. Vor allem die Verknüpfung mit dem Steam-Workshop wäre eine echte Bereicherung, um auf den bestehenden Katalog von über fünf Jahren Planet Coaster-Erfahrung zurückzugreifen. Trotz allem gibt es für Freizeitparkfans auf den Konsolen keine Alternative zu Planet Coaster: ConsoleEdition und wir sind uns sicher jeder kommt hier auf seine Kosten. Uns hat das Spiel jedenfalls wie im Jahr 2016 wieder voll in seinen Bann gezogen.

Planet Coaster: Console Edition erhält von uns eine klare Kaufempfehlung!

– Artikel von Fabian Zaschka

Pictures: Copyright

über den Autor

Airtimers VIP

1 Kommentar

hinterlasse einen Kommentar