Knoebels setzt seine Erfolgsgeschichte mit zwei alten Achterbahnen fort

Für viele Enthusiasten darf der US Freizeitpark „Knoebels Amusement Resort“, im Bundesstaat Pennsylvania, auf keiner USA Tour fehlen. Und das nicht nur weil der Park bereits seit knapp 85 Jahren besteht, oder er in den letzten sieben Jahren kontinuierlich den „Golden Ticket Award” für das beste Essen in einem Freizeitpark gewonnen hat, sondern hauptsächlich wegen seiner historischen Holzachterbahnen Phoenix und Twister.

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Knoebels befindet sich seit 1926 vollständig im Familenbesitz

Bei seiner Eröffnung im Jahr 1947 hieß Phoenix noch „The Rocket“ und stand im „Playland Park“ in San Antonio. Zu der damaligen Zeit erregte die Achterbahn mit ihrer 975 Meter langen Strecke und dem fast 24 Meter hohen Lifthill gewaltiges Aufsehen und erhielt den Titel „Die größte Achterbahn der Welt“. Als der Freizeitpark 1980 aufgelassen wurde, kaufte die Knoebels Familie die Bahn und übersiedelte sie kurzer Hand in den eigenen Park nach Pennsylvania.

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Der Neuaufbau von Phoenix kostete 1,5 Millionen US-Dollar

Eine weitere Achterbahn die die Familie retten wollte, war „Mister Twister“ von der Designerlegende John C. Allen. Diese wurde zurückgelassen als der Freizeitpark „Elitch Gardens“ 1995 nach Denver übersiedelte. Allerdings verfügte Knoebels damals nicht über den benötigten Platz und so kaufte man einfach nur die Blaupausen und baute die klassische Achterbahn mit leichten Veränderungen von Grund auf neu. Sämtliche Highlights des Originals, wie die doppelte Helix, blieben dabei aber erhalten.

knoebels twister Knoebels setzt seine Erfolgsgeschichte mit zwei alten Achterbahnen fort

Twister ist 31 m hoch und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 83 km/h

Diese Tradition der Erhaltung von klassischen Achterbahnen will Knoebels jetzt fortsetzen und hat für 2011 gleich zwei Projekte angekündigt. Die 1960 im Freizeitpark „Dinosaur Beach“ eröffnete Indoor Stahlachterbahn „Golden Nugget“ von John C. Allen, wurde in den letzten Jahren als irreparabel eingestuft und stillgelegt. Knoebels schien hier aber anderer Ansicht zu sein und kaufte die Schienen und Wagen um die Bahn zu restaurieren und unter dem Namen „Black Diamond“ neu zu eröffnen.

knoebels black diamond Knoebels setzt seine Erfolgsgeschichte mit zwei alten Achterbahnen fort

Eine 50 Jahre alte Indoor Achterbahn Legende entsteht neu

Das wahre Highlight dürfte aber „Flying Turns“ werden. Dabei handelt es sich um den exakten Nachbau einer hölzernen Bobbahn des Designers John A. Miller aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ein Achterbahntyp der seit über 40 Jahren nicht mehr existiert! Das dieses Vorhaben etwas ganz besonderes ist und selbst den Knoebels Spezialisten nicht leicht fällt, merkt man daran das die Bahn bereits seit dem Memorial Day 2007 fertig sein sollte.

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Seit 40 Jahren ist niemand mehr mit einer hözernen Bobbahn gefahren

Anscheinend stieß man bei den Testfahrten aber immer wieder auf Probleme mit den Zügen und die Eröffnung wurde Jahr um Jahr verschoben. Mit etwas Glück werden die Arbeiten an “Flying Turns” aber heuer abgeschlossen und Knoebels Besucher können sich auf einen einzigartigen, längst verloren geglaubten Thrill freuen!

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