Freizeitparks

Ein Besuch im Familypark Neusiedlersee in der Corona-Zeit – Erfahrungsbericht

verfasst von David

Einige Freizeitparks in Deutschland, Österreich und den Niederlanden haben bereits wieder geöffnet.
Bereits veröffentlichte Erfahrungsberichte:
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Ein Besuch im Kernie’s Familienpark in der Corona-Zeit – Erfahrungsbericht

Tief im Burgenland, wenige Kilometer vom Neusiedlersee und der ungarischen Grenze entfernt, liegt in der Familypark, Österreichs größter Freizeitpark. Da dieser mittlerweile nun auch wieder geöffnet ist, haben wir es uns nicht nehmen lassen, diesem am Pfingstmontag einen Besuch abzustatten und uns anzuschauen, wie der Park mit seinen Corona-Maßnahmen umgeht.

Anfangs erstmal ein enormer Schreckmoment: eine wahnsinnig lange Schlange steht auch eine Stunde nach Parköffnung noch vor den Kassen. Der Grund dafür, so stellte sich heraus, war die Handhabe mit den Jahreskarten, welche vor Ort um die Covid-Schließtage erweitert und dann ebenso eventuell für die neue Saison verlängert werden, da es hierfür 5€ Treuebonus gibt. Das ist mühsam und dauert. Zusätzlich dazu wurde von den allermeisten leider kein Abstand eingehalten, sodass viele Menschen hier auf Kuschelkurs, und das auch noch ohne Mund-Nasen-Schutz, waren. Gott sei’s gedankt hat sich dies in den Warteschlangen später nicht mehr gezeigt.
Tickets sind momentan nur im Online-Shop verfügbar und Besuche müssen datiert gebucht werden, sodass die maximale Kapazität eingehalten werden kann. Die Besucher haben sich gut verlaufen, sodass der Familypark zwar gut, aber durchaus noch akzeptabel gefüllt war.

Im Park selbst gibt es in allen Warteschlangen Bodenmarkierungen, welche den Abstand zwischen den einzelnen Gästegruppen gewährleisten sollen. Diese sind allerdings einfache rote Striche, sodass für viele nicht hundertprozentig klar war, wie genau man nun zu stehen hat. Wir sind davon ausgegangen, dass man stets zwei Markierungen Abstand halten soll – eine deutlichere Kennzeichnung, wo man stehen soll und wo nicht, wäre aber sicherlich hilfreicher gewesen. Positiv hervorheben muss man allerdings die Vielzahl der Desinfektionsspender bei den Ein- und Ausgängen der Attraktionen, oder auch der Spritzer aus der Flasche, den es zum Beispiel bei Leonardos Flugmaschine, dem Gerstlauer Sky Fly, bekommen hat. Ebenso sind nur eine bestimmte Anzahl von Gästen in den Shops erlaubt, was unter anderem mit Körben abgezählt wird. Die Mitarbeiter an den Attraktionen waren auch allesamt sehr aufmerksam und haben nicht nur gute Laune verbreitet, sondern haben auch darauf geschaut, dass alles und jeder den Regeln folgt. Dein Kind ist über 6 Jahre alt und trägt keinen MNS? Dann kann das Kind leider nicht fahren. Freundlich, aber doch bestimmt – so wie es sich gehört.

Etwas Chaos gab es leider in der Gastronomie. In der Trattoria Medici, wo wir Pizza und Churros dinieren wollten, haben wir insgesamt 40 Minuten gebraucht vom Anstellen bis zum Erhalt der Speisen. Auch wenn das eingeführte Pager-System sicher eine sinnvolle Idee ist, um die Menschen etwas zu entzerren, bringt das alles natürlich nichts, wenn es nicht ausreichend Pager gibt und man nach Bezahlung nochmal extra warten muss, bis man überhaupt einen Pager bekommt. Die Pizza kommt aber ganz frisch aus dem Ofen und hat ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. 6,40€ für eine Pizza Salame in durchaus angemessener Größe ist ein fairer Preis.

Insgesamt hatten wir einen durchaus schönen Tag im Familypark Neusiedlersee. Man merkte, dass der Park sich durchaus Mühe gibt, passende Maßnahmen zu setzen und den Gästen ein paar unbeschwerte Stunden zu ermöglichen. Die Gäste haben sich in den Warteschlangen und auf den Attraktionen im Großen und Ganzen an die Maskenpflicht gehalten – ein paar Ausreißer gibt es natürlich immer, aber diese wurden von den Mitarbeitern spätestens beim Einstieg zurechtgewiesen. Die Situation am Eingang war freilich etwas ungünstig, aber vermutlich dem Zeitpunkt unseres Besuches wenige Tage nach Saisonstart geschuldet. Außerhalb der Warteschlangen haben es leider viele dann nicht mehr so ernst mit der Abstandsregelung (Babyelefant!!!) genommen, was wir aber nicht dem Park vorhalten können und möchten. Ein bisschen Hausverstand sollte man nunmal auch von den Besuchern erwarten – aber hier am besten eben selbst als Beispiel voran gehen.
Wenn man die Situation in der Gastro noch etwas verbessert, können wir einen Ausflug in den Familypark durchaus empfehlen. Einen großen Beitrag leisten dazu sicher die gut gelaunten und aufmerksamen Mitarbeiter. Unser Lob dafür.

über den Autor

David

23 Jahre jung, Exil-Hesse in Österreich, Coffee Addict, Social Media-Opfer, Master-Student in "Innovation & Management in Tourism", Faible für grandioses Experience Design und schlechte Witze.
Dabei seit 2012.

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